Analysten loben Strategie des Unternehmens
Chemiekonzern BASF punktet mit Dividende

Die Aktie des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF gehört zu den erfolgreichsten im Deutschen Aktienindex (Dax). Analysten loben die Strategie des Unternehmens. Von insgesamt 27 Aktienexperten rät keiner zum Verkauf der Aktie.

DÜSSELDORF. In den vergangenen zehn Jahren hat das Papier pro Jahr im Schnitt 14 Prozent zugelegt. Zu verdanken hat dies der Konzern unter anderem seiner Diversifikationsstrategie, die die Abhängigkeit von den Schwankungen in der Chemiebranche deutlich reduziert hat. Inzwischen gehört BASF zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutz sowie Öl und Gas. Derzeit rät laut Bloomberg kein einziger der 27 Analysten, die die BASF-Aktie bewerten, zum Verkauf.

Bei Anlegern gilt das Unternehmen als verlässlicher Dividendenzahler: Seit 1994 hat das Unternehmen die Ausschüttung nicht mehr gekürzt. "Da die BASF die Dividende stabil hält oder erhöht, aber wahrscheinlich nie senken wird, ist die Dividendenrendite eine wichtige Kursstütze", sagt Andreas Heine von der Hypo-Vereinsbank. Auf der Hauptversammlung Ende April will der Konzern die Anhebung der Dividende auf drei Euro beschließen. Beim aktuellen Kurs von 87 Euro entspräche das einer Dividendenrendite von etwa 3,4 Prozent. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 13 ist die Aktie allerdings kein Schnäppchen mehr.

Mit den im März veröffentlichten Ergebnis für 2006 übertraf der Konzern die Erwartungen. Das Unternehmen erzielte einen Rekordumsatz von mehr als 52 Mrd. Euro, 23 Prozent mehr als 2005. "Getrieben wurde das Jahresergebnis durch die guten Zahlen in der Chemiesparte", sagt Carys Naylor, Analystin bei Goldman Sachs. Das klassische Chemiesegment steigerte seinen Umsatz um 43 Prozent und erreichte einen Umsatz von über elf Mrd. Euro.

Durch den Anstieg der Rohöl- und Gaspreise und der gleichzeitigen Ausweitung des Erdgashandels verbesserte sich der Umsatz bei Öl und Gas trotz des warmen Winters auf insgesamt fast 14 Mrd. Euro - so viel wie nie zuvor. Inzwischen steuert die Sparte knapp die Hälfte des Vorsteuergewinns bei, nachdem den Konzern hohe Rohstoffpreise jahrelang eher belastet hatten. Insgesamt erzielten die Ludwigshafener ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern von knapp sieben Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2006.

Goldman-Sachs-Analystin Naylor gibt vor allem dem Management gute Noten, das ihr zufolge "zu den besten Führungsreihen in der Chemiebranche" zählt. Für BASF spreche zudem, dass die Aktien mit einem Konglomeratsabschlag von bis zu 20 Prozent gehandelt werden. Grund hierfür ist die Unternehmensstruktur, die den Blick auf die genauen Spartenergebnisse erschwert.

In diesem und im kommenden Jahr stehen die Zeichen für BASF hingegen zunächst auf Konsolidierung. Der übernommene Katalysatorhersteller Engelhard, die Chemiesparte von Degussa Bauchemie und Johnson Polymers sollen erste Synergieeffekte liefern. Analysten rechnen daher für 2008 nur noch mit einstelligen Zuwachsraten beim Umsatz. Analyst Heine, der die Aktie mit Kaufen einstuft, setzt insbesondere auf höhere Margen und Synergien aus der Konsolidierung mit Engelhard im Katalysatorgeschäft.

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