Analysten sehen gute Chancen auf MDax-Aufnahme
Symrise will Milliardensumme einsammeln

Der Duft- und Aromastoff-Hersteller Symrise hat am Freitag die Preisspanne für seinen für den 11. Dezember geplanten Börsengang bekannt gegeben. Bei einer Zuteilung am oberen Ende der Spanne sähe die Börse die größte Emission des Jahres in Deutschland.

HB FRANKFURT. Symrise bietet seine Aktien zu je 15,75 bis 17,75 Euro zum Kauf an. Zur Emission stünden insgesamt bis zu 81 Millionen Anteilsscheine zur Verfügung, teilte die Gesellschaft am Freitag mit. Davon stamme knapp die Hälfte aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest komme aus dem Besitz der Altgesellschafter um den Finanzinvestor EQT, die auch die Mehrzuteilungsoption von bis zu 10,6 Millionen Stück stellten.

Bei einer Zuteilung der Aktien am oberen Ende der Preisspanne käme der Börsengang von Symrise auf ein Emissionsvolumen von 1,4 Mrd. Euro. Das wäre der größte Börsengang in Deutschland in diesem Jahr. Im Frühjahr hatte der Chemiekonzern Wacker Chemie bei hoher Nachfrage rund 1,2 Mrd. Euro bei Investoren eingesammelt.

Symrise bietet seine Aktien von diesem Freitag bis zum 8. Dezember zur Zeichnung an. Privatanleger könnten bis kommenden Freitag 12 Uhr zeichnen, institutionelle Anleger bis 17 Uhr. Der endgültige Platzierungspreis wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich am 9. oder 10. Dezember festgelegt und veröffentlicht. Die Erstnotiz im Prime Standard ist für den 11. Dezember geplant. Angesichts der Größe der Aktienemission sehen Experten gute Chancen, dass Symrise in den Nebenwerteindex MDax aufgenommen werden könnte.

Die Einnahmen aus dem Börsengang will Symrise-Chef Gerold Linzbach vorwiegend für den Abbau der Schuldenlast von 1,4 Mrd. Euro verwenden, die im Zusammenhang mit der Übernahme durch EQT entstanden waren. Der skandinavische Finanzinvestor hatte 2002 die Bayer-Tochter Haarmann & Reimer übernommen und mit dem Familienunternehmen Dragoco zu Symrise verschmolzen. Zusammen mit Co-Investoren kontrolliert EQT rund 80 Prozent an der im niedersächsischen Holzminden ansässigen Gesellschaft, die sich mit einem Umsatz von 1,15 Mrd. Euro im vergangenen Jahr zu den weltweit vier größten Anbietern für Duft- und Geschmacksstoffe zählt. Den Börsengang organisieren die Deutsche Bank und UBS federführend.

Das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Holzminden produziert Aromen für Parfüms, Kosmetik, Zahnpasta, Waschmittel oder Getränke. Weltweit sind an 26 Standorten rund 4900 Mitarbeiter beschäftigt.

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