Analysten sehen überdurchschnittliches Wachstum
MTU-Börsengang rückt näher

Der Börsengang von Deutschlands größtem Triebwerkhersteller MTU rückt näher. Für kommenden Dienstag (24. Mai) hat das Unternehmen zu einer Pressekonferenz in Frankfurt eingeladen, bei der über Details des für die erste Juni-Hälfte geplanten Börsengangs informiert werden soll. Die erforderliche Umwandlung der MTU Aero Engines Erste Holding GmbH in eine AG steht damit offenbar unmittelbar vor dem Abschluss.

scc FRANKFURT/M. In der Woche ab dem 6. Juni ist die Erstnotiz der Aktien an der Frankfurter Börse geplant. Das erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Die Zeichnungsfrist soll in der Woche ab dem 23. Mai starten und wie üblich zwei Wochen laufen. Bei starker Nachfrage behält man sich aber vor, die Zeichnungsfrist auf eine Woche zu verkürzen, wie es in den Kreisen hieß. MTU gibt weiterhin die erste Junihälfte als Datum für das Börsendebüt an. Das Unternehmen sieht sich selbst als den weltgrößten Systemlieferanten für die Hersteller von militärischen und zivilen Flugzeugtriebwerken wie Rolls Royce oder General Electric. Von den Produktionskosten eines zivilen Flugzeugs entfallen rund ein Viertel auf die Triebwerke.

Die Emission der Aktie wäre der vierte Börsengang in diesem Jahr in Deutschland nach dem Biotechnologie-Unternehmen Paion, dem Bezahlfernsehsender Premiere und dem Solar-Unternehmen Conergy. Konsortialführer bei MTU sind Deutsche Bank, Goldman Sachs und UBS. Insgesamt will MTU Aktien im Wert von über 800 Mill. Euro über die Börse verkaufen. 270 Mill. Euro, also rund ein Drittel davon, sollen durch die Platzierung einer Kapitalerhöhung in die eigene Kasse fließen. Den Rest bekommt nach den aktuellen Planungen von Vorstandschef Udo Stark der US-Finanzinvestor Kohlberg, Kravis, Roberts & Co. (KKR), der seine Beteiligung an MTU von 92 Prozent auf rund 40 Prozent zurückfahren wird.

MTU selbst will mit dem Erlös aus dem Börsengang unter anderem seine Finanzverbindlichkeiten von derzeit 624 Mill. Euro tilgen. Zumindest ein Teil der seit März 2004 ausstehenden Hochzinsanleihe über 275 000 Euro mit einem Kupon von 8,25 Prozent soll nach Informationen aus Finanzkreisen zurück gekauft werden. Die Ratingagentur Standard & Poors bewertet die Anleihe mit „B“, so dass sie zu den Junk Bonds (Schrottanleihen) gehört.

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