Analysten sehen viel Potenzial für den Anbieter von Lüftungs- und Solartechnik
Centrotec profitiert von Energiespar-Trend

Hohe Energiepreise und verschärfte Energiespar-Richtlinien, die zu Jahresbeginn in einigen europäischen Ländern in Kraft treten werden, sorgen bei Effizienztechnologien für Auftrieb. Analysten halten darum die Aktie der Centrotec Sustainable AG für einen zukunftsträchtigen Wert.

HB DÜSSELDORF. Centrotec produziere mit Brennwert-Heiztechnik oder Wärmerückgewinnungs-Systemen für Gebäude jene Komponenten, die der Energieeinsparung dienten und dürfte damit vom zunehmenden Trend, den Energieverbrauch zu senken, profitieren, so die Einschätzung von Experten. Von sechs Analysten, die den Wert beobachten, empfehlen derzeit fünf die Aktie zum Kauf.

Und das, obwohl das im SDax gelistete Unternehmen im August seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Während die Sparte Abgasetechnik und Klimasysteme weiter boomt, sorgte eine schwächere Nachfrage für ein Umsatzminus im Bereich der Medizintechnik und der technischen Kunststoffe. Centrotec geht nun für 2005 von einem Umsatz zwischen 140 und 145 Mill. Euro aus. Angestrebt waren zunächst 145 bis 150 Mill. Euro. Beim Betriebsgewinn wurden die Erwartungen von bis zu 21 Mill. Euro auf nun höchstens 19,5 Mill. Euro gesenkt. Der Gewinn je Aktie wird nur noch bei höchstens 1,40 Euro, statt wie bisher erwarteten 1,55 bis 1,60 Euro liegen.

Die Aktie von Centrotec war nach der Gewinn- und Umsatzwarnung des Unternehmens eingeknickt und notiert derzeit um 23 Euro. Damit liegt der Kurs, der in den Jahren 2003 und 2004 deutlich gestiegen war, rund ein Viertel unter seinem Allzeithoch bei 31 Euro. Eggert Kuls, Analyst der Privatbank M.M. Warburg, bewertet den Kursrückgang als „überzogene Korrektur“. Die Centrotec-Aktie verfüge über erhebliches Potenzial und habe sich seit dem Börsengang 1998 als stetiger Wachstumswert erwiesen, lobt Kuls in seinem jüngsten Bericht. Der Konzernumsatz sei von 13,6 Mill. Euro auf 134,8 Mill. Euro gestiegen und habe sich damit mehr als verzehnfacht, die operative Marge habe mit Ausnahme von 2002 immer im zweistelligen Bereich gelegen. Kuls sieht Nachholeffekte im Baubereich und stufte den Titel trotz der nicht überzeugenden Zahlen des dritten Quartals auf „kaufen“ hoch. Das Kursziel sieht er bei 29 Euro.

Dass der Lüftungstechnik- und Kunststoff-Anbieter anfälliger als erwartet auf kurzfristige Konjunkturentwicklungen reagiert, hat Analyst Daniel Cowan von ABN Amro etwas vorsichtiger werden lassen. Als einziger der Analysten, die Centrotec beobachten, rät er, die Aktie zu halten. Gleichzeitig bescheinigt er dem Unternehmen jedoch „langfristig exzellente Wachstumsaussichten“. Für Cowan ist das ein „Bewertungs-Dilemma“.

Über 50 Prozent des Aktienbesitzes von Centrotec hält eine Eigentümerfamilie, die durch den Unternehmer Guido A. Krass vertreten wird. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates überwacht Krass nach Angaben der Eigentümer den Vorstand und begleitet „aktiv“ die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

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