Analysten sehen voraussichtlichen Aufstieg in den Index positiv – Fondsmanager treiben den Kurs
SAP-Aktionäre profitieren vom Stühlerücken im Euro Stoxx 50

Der Softwarekonzern SAP rückte zuletzt durch positive Schlagzeilen in den Fokus der Investoren. Einerseits verspricht die bevorstehende Aufnahme in den Euro-Stoxx-50-Index Kurszuwächse. Andererseits hat das Walldorfer Unternehmen mit guten Quartalszahlen überrascht und blickt optimistisch in die Zukunft.

DÜSSELDORF. „Wir sind mit dem Start in das neue Jahr zufrieden, die Zahlen bestätigen unsere Erwartungen für das Jahr“, kommentierte Henning Kagermann, Vorstandsvorsitzender der SAP. Die Aktionäre konnten davon bisher allerdings nicht profitieren. Seit der Vorlage der Zahlen vor knapp zwei Wochen verlor das Papier fast 5 %. Die meisten Analysten bewerten diese Verluste jedoch als reine Gewinnmitnahmen und empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf.

Dabei richten die Finanzexperten ihren Blick vor allem auf den Euro Stoxx 50. Denn mit der Fusion der Pharmakonzerne Sanofi-Synthèlabo und Aventis wird ein Platz im Index der 50 wichtigsten europäischen Unternehmen frei. Kaum ein Analyst bezweifelt, dass dieser von SAP besetzt wird. Denn nicht nur von der Marktkapitalisierung steht der Konzern in der Nachrückerliste an erster Position. Da der Index-Betreiber erst im Dezember die Siemens-Aktie aus dem Bereich „Technology“ zu den „Industrial Goods und Services“ verschoben hat, sollten auch die Regelungen zu der Gewichtung der einzelnen Sektoren für SAP sprechen.

Nicht nur psychologisch ist die Aufnahme in den Index ein entscheidender Pluspunkt für den Anteilsschein. Auch für Fonds, die sich auf Werte des Euro Stoxx 50 beschränkten, wird der Titel interessant. Da einige dieser Fonds an die Zusammenstellung des Index gebunden sind, müssen die Manager ihre Portfolios entsprechend anpassen und SAP-Aktien zukaufen. Das könnte den Kurs um einige Prozent ansteigen lassen, sagt Simon Scholes von der Bankgesellschaft Berlin. Er empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 155 Euro zum Kauf.

Allein durch die Indexaufnahme wird die SAP-Aktie den seit Ende des vergangenen Jahres anhaltenden Seitwärtstrend aber kaum nach oben verlassen können. Dafür müsste auch das schwächelnde Geschäft in Europa wieder anziehen, meint Scholes.

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