Analysten spekulieren auf besseres Länder-Rating
Russische Firmen drängen an die Börse

Immer mehr russische Unternehmen zieht es an die Börse. Viele Firmen bereiten nach Angaben von Investmentbankern Börsengänge (IPO) in Moskau, London oder New York vor. Damit scheint für viele russische Unternehmen die Yukos-Krise ausgestanden zu sein. Der Ölkonzern war wegen Steuernachforderungen in Milliardenhöhe in Schieflage geraten, was die Aktienkurse an der Moskauer Börse belastet hatte. In der Folge waren fast alle IPOs gestoppt worden.

MOSKAU. Mit den neuen Aktien können Anleger künftig stärker der Dominanz von Öl- und Gastiteln an der russischen Börse entkommen. Denn jetzt kommen Stahlwerke, Einzelhändler und sogar ein Fußballclub auf die Kurszettel.

Die ersten beiden Unternehmen waren in dieser Woche der Stahl- und Bergbaukonzern Mechel und der Moskauer Mischkonzern AFK Sistema. Mechel brachte zehn Prozent seiner Anteilsscheine an die New Yorker Börse. Russlands fünftgrößter Stahlkocher spielte damit 291 Mill. Dollar ein. Weitere 30 Prozent des Kapitals kann Mechel zusätzlich im Westen verkaufen. Das Geld könnte der Konzern dringend gebrauchen, wenn er den Zuschlag bei der Privatisierung des letzten, 17,8 Prozent großen Staatsanteils des russischen Stahlgiganten Magnitogorsk MMK bekommen sollte.

Ebenfalls um an frisches Kapital für die im nächsten Jahr anstehende Privatisierung von gut 50 Prozent des russischen Festnetztelefonmonopolisten Swjasinvest zu kommen, ging AFK Sistema an die Moskauer RTS-Börse. Das Unternehmen will zudem im kommenden Jahr seine Aktien an die Londoner Börse bringen. Der Mischkonzern hält die Mehrheit am größten osteuropäischen Mobilfunker MTS und am Versicherer Rosno sowie an Handels-, Immobilien-, Reise-, und Technologie-Unternehmen.

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