Analysten: Streik dürfte kaum Auswirkungen für BMW haben
BMW: Analysten behalten Prognosen bei

Der sechs Tage dauernde Produktionsausfall im Zuge des ostdeutschen Metaller-Streiks dürfte die ehrgeizige Jahresprognose von BMW Analysten zufolge kaum gefährden.

rtr MÜNCHEN. „Auf Grund der Kürze des Streiks schätze ich die Auswirkungen für BMW relativ gering ein“, sagt Michael Raab, Autoexperte bei Sal Oppenheim. Er selbst kalkuliert den täglichen Umsatzausfall mit 65 Mill. € - allerdings nur, wenn der Konzern es nicht schafft, die ausgefallene Produktion von knapp 11 000 Autos bis Jahresende etwa über Sonderschichten zu kompensieren. „Das müsste aber aufzuholen sein“, sagt Raab. „Eigentlich dürfte das auf das Gesamtjahr kaum Auswirkungen haben“, sagt auch HVB-Analyst Albrecht Denninghoff, fügt aber hinzu: „Für das zweite Quartal möglicherweise schon.“

BMW will 2003 trotz der weltweiten Konjunkturflaute und interner Belastungen durch den Modellwechsel bei der 5er-Baureihe den Gewinn auf Vorjahresniveau halten. Der Absatz soll ungeachtet der zeitweisen Beeinträchtigungen durch SARS und den Irak-Krieg sowohl insgesamt als auch bei der Kernmarke BMW auf neue Rekorde klettern. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern mit einem Vorsteuergewinn von 3,287 (2001: 3,242) Mrd. € und 1,057 Millionen verkauften Fahrzeugen das dritte Rekordjahr in Folge verbucht.

„Es gibt heute aus unserer Sicht keinen Grund, von unserer Jahresprognose abzurücken“, hatte ein Konzernsprecher am Montag mit Blick auf den durch den Streik in Ostdeutschland bedingten Produktionsausfall gesagt. BMW war massiv vom Arbeitskampf beim Getriebezulieferer ZF getroffen, der die Herstellung der 3er-Reihe in den Werken München und Regensburg sowie teilweise auch in Dingolfing zum Erliegen gebracht hatte. Zugleich hatte sich der Konzern am Montag allerdings ein Hintertürchen offen gelassen: Noch sei es zu früh um abzuschätzen, welche konkreten Auswirkungen der Streik gehabt habe.

In Folge der guten Absatzzahlen von BMW in den USA - vor allem dank des Erfolgsmodells „Mini“ - stieg die Aktie am Mittwochvormittag um 4,4 % auf fast 34 € und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Deutschen Aktienindex (Dax).

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