Analystenmeinung
Goldman Sachs senkt Dax-Einstufung

Nach einer längeren Periode überdurchschnittlichen Wachstums sieht Goldman Sachs die Risiken für den Dax steigen und senkt die Einstufung für den deutschen Leitindex von "Outperform" auf "Neutral". Von der nachlassende globalen Wachstumsdynamik, dem gestiegenen Eurokurs und höheren Erzeugerpreisen dürften die Gewinne der Unternehmen beeinträchtigt werden.

HB FRANKFURT. Zwar habe der starke Euro bislang wenig negativen Einfluss ausgeübt, jedoch sei der deutsche Markt zuletzt auf der starken weltweiten Nachfrage und dem geringen Lohnwachstum gebettet gewesen - Faktoren, die nun unter Druck gerieten.

Auch gegen den hohen Ölpreis sei der Dax bisher nur wenig abgesichert, da kein Ölunternehmen im Index gelistet sei. Der sinkende Risikohunger sei ein weiteres typisches Warnsignal, geben die Analysten zu bedenken.

Bislang ließen sich allerdings kaum Argumente finden, dass der Dax im Vergleich zu anderen europäischen Indizes zu hoch bewertet sei. So liege etwa der CROCI (Cash Return On Capital Invested) des Dax nach wie vor unterhalb des Niveaus von Resteuropa und deute auf weitere Steigerungsmöglichkeiten hin.

Einzig die Metrik für die Cashflow-Rendite, die 130 Basispunkte unterhalb des europäischen Niveaus liege, scheine überspannt zu sein. Zur Absicherung raten die Analysten, Dax-Puts zu kaufen.

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