Analystenstudie
Air Berlin schaltet Finanzaufsicht ein

Air Berlin wehrt sich gegen eine kritische Analystenstudie der Investmentbank Dresdner Kleinwort. Die Fluggesellschaft schaltete die Finanzaufsicht Bafin zur Untersuchung möglicher Insidergeschäfte und Kursmanipulation ein. Eine Bafin-Sprecherin kündigte eine Prüfung der Vorwürfe an.

Reuters FRANKFURT. Der Kurs der Air-Berlin-Aktie ist seit Monaten auf Talfahrt, liegt aktuell bei 3,45 Euro. Analysten von Dresdner Kleinwort, der Investmentbank der Dresdner Bank, hatten am 17. Juli in einer Studie ihr Kursziel für Air Berlin von 5,80 Euro auf null gesenkt und den Verkauf der Aktie empfohlen.

Dresdner Kleinwort habe in nicht nachvollziehbarer Weise die Air-Berlin-Aktie mit Kursziel Null eingestuft, sagte ein Sprecher der Airline. Zudem habe die Bank "sowohl unmittelbar vor als auch nach der Veröffentlichung des Berichts umfangreiche Transaktionen mit Aktien der Air Berlin Plc getätigt", heißt es in einem Schreiben des Unternehmens an die Bafin. Air Berlin sehe das Verhalten "als aufsichtsrechtlich und möglicherweise auch strafrechtlich relevant an".

Eine Bafin-Sprecherin bestätigte den Eingang des Schreibens und kündigte eine Prüfung der Vorwürfe an. Eine Sprecherin von Dresdner Kleinwort sagte dem Handelsblatt lediglich: "In unseren Handels- und Research-Aktivitäten verfolgen wir strikt die bestehenden regulatorischen Anforderungen." Sollte die Bafin Anlass zu Ermittlungen sehen, würde die Bank kooperieren.

Nicole Bastian
Nicole Bastian
Handelsblatt / Ressortleiterin Ausland
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