Angst vor Quartalszahlen?
Facebook-Aktie bricht wieder ein

Die Facebook-Aktie hat einen der schlechtesten Tage seit dem Börsengang hinter sich. Die Börsianer sind ratlos. Die Verkaufswelle könnte damit zusammenhängen, dass Facebook am 26. Juli seine Quartalszahlen vorlegt.
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New YorkAm Montag verlor die Facebook-Aktie bis zum Handelsschluss in New York mehr als 8 Prozent auf 28,25 Dollar. Sie war am Morgen bei 30,50 Dollar gestartet. Über die Gründe des Einbruchs herrschte Rätselraten.

Die Verkaufswelle könnte damit zusammenhängen, dass Facebook am 26. Juli seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Zuletzt waren immer wieder Befürchtungen aufgekommen, dass sich das Wachstum des Sozialen Netzwerks deutlich verlangsamen könnte.

Problem ist dabei weniger die Nutzerzahl, die bei rund 900 Millionen liegt, sondern vielmehr die überlebenswichtigen Werbeeinnahmen. Diese sind die Haupteinnahmequelle des von Mark Zuckerberg gegründeten Unternehmens.

Der Hintergrund: Viele Nutzer halten mittlerweile über die Smartphone-App von Facebook den Kontakt zu ihren Freunden. Die kleinen Bildschirme der Telefone erlauben es aber kaum, Werbung zu zeigen. Die Facebook-Strategen arbeiten fieberhaft daran, eine Lösung für dieses Dilemma zu finden.

Facebook ist nach dem verpatzten Börsengang allerdings ohnehin in Ungnade gefallen bei den Anlegern: Die Aktie war zu 38 Dollar verkauft worden und fiel schon am zweiten Handelstag wie ein Stein. Zwischenzeitlich kostete sie nur noch 25,52 Dollar, war dann aber wieder über die 30-Dollar-Marke geklettert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ab Börsengang der Firma gehört die Firma dem Aktionären und nicht mehr Herrn Zuckerberg.
    Hätte Zuckerberg die Firma verkauft dann hätte er weniger bekommen als bei einem Börsengang plus Insolvenz, wo er einer von vielen Aktionären ist und so nicht der alleinige Träger der Insolvenzmasse. So hat er mit sicherheit jetzt genug beiseite und bekommt noch, als Bonus, noch einen monatlichen Gehalt als Taschengeld.
    So kann das Facebookabenteur irgend wann zu ende gehen und der gewinn ist gesichert. Es ist nicht der erste und es ist nicht das erste mal das so die Gewinne für die Frührente geparkt werden.

    Ich schätze das der Kurs in einigen Wochen unter ½ wahrscheinlicher bei 1/3 des Handelstarts fällt, danach kommen die Spekulanten am Tisch.

  • Es scheint sich der deutschen Wirtschaftsjournaille noch nicht herumgesprochn zu haben, dass bei Facebook nur 60 Tage nach dem Börsengang viele weitere Papiere von Altinvestoren
    auf den Markt geschmissen werden dürfen - und wohl auch werden. (Das Bild vom sinkenden Schiff und den Ratten drängt sich auf)

    Das ist in der Kurswirkung vergleichbar mit der Wirkung einer Kapitalerhöhung. Zusammen mit dem ohnehin durch die Tricks der üblichen Gesellen (Investmentbankster) beim IPO stark geblähten Kurs ergibt sich daraus ein schönes Szenario für Shorter.

    Man kann es auch anders sagen: Wären statt diesem zweistufigen Börsengang das gesamte Material gleich beim IPO unter die Dummen geschmissen worden, hätten sich damals sicher nur viel niedrigere Kurse erzielen lassen -und die Versilberer der ersten Stunde weniger verdient, darunter auch das Zuckerbürscherl.

    Auf diese niedrigeren Kurse steuern wir jetzt eben zu.

  • völlig richtig erkannt. Jedem, der sich mit Aktien ein bisschen auskennt war dies von Anfang an klar und er hat die Aktie gemieden bzw. geschortet.
    Kursziel <10 USD.

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