Anklage
Untreueverdacht gegen Sohn von Beate Uhse

Die Staatsanwaltschaft Kiel hat ein Verfahren gegen den Sohn von Beate Uhse, Ulrich Rotermund, eingeleitet. Der Ex-Aufsichtsratschef des Erotikversands soll den Aktienkurs mit nicht abgesicherten Krediten gestützt haben.
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KielIn einem Verfahren um nicht abgesicherte Kredite in Höhe von 45 Millionen Euro zur Stützung des Aktienkurses der Beate Uhse AG hat die Kieler Staatsanwaltschaft sechs Personen angeklagt. Nach dpa-Informationen gehört zu ihnen auch Ulrich Rotermund, der Sohn von Beate Uhse. Die Staatsanwaltschaft nannte in ihrer Pressemitteilung vom Freitag keine Namen. Den Beschuldigten wird besonders schwere Untreue in mehreren Fällen oder Beihilfe dazu vorgeworfen. Zum Zeitpunkt der Kreditvergaben 2005/2006 sei die Beate-Uhse-Aktie „einem absehbar stetigen Kursverfall ausgesetzt gewesen“, erläuterte die Staatsanwaltschaft.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Vorstandsmitglieder der ehemaligen Flensburger Sparkasse und zwei ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Beate Uhse AG sowie zwei weitere Beteiligte. Rotermund war nach Angaben der Beate Uhse AG von 2001 bis 2004 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und von April 2005 bis Januar 2009 Aufsichtsratsvorsitzender.

Es gebe keinerlei Verbindungen mehr mit Rotermund, hatte eine Unternehmenssprecherin bereits im vergangenen Jahr in Flensburg betont. Die Rotermund Holding AG sei noch mit 6,8 Prozent Aktienbestand an dem Erotikkonzern beteiligt. Am Freitagnachmittag war eine Sprecherin der Beate Uhse AG für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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