Anlagestrategie: Der Dax steigt, die Insider steigen aus

AnlagestrategieDer Dax steigt, die Insider steigen aus

Viele Topmanager haben in den vergangenen Wochen Aktien ihres eigenen Unternehmens verkauft. Eine solche Verkaufswelle gab es zuletzt vor gut vier Jahren. Damals war die US-Bank Lehman Brothers pleite gegangen.
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FrankfurtEs ist wie immer, wenn der Dax übermäßig in die Höhe schnellt. Während viele Profi-Anleger dann hinterherlaufen und Privatanleger ebenfalls immer mutiger werden, wird den Unternehmenslenkern die Sache inzwischen zu heiß. Sie werden vorsichtiger und sehen wegen der zum Teil stark gestiegenen Aktienkurse die Zeit gekommen, um Gewinne einzustreichen.

Das Insider-Barometer, das das Aachener Forschungsinstitut für Asset Management alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet, fiel so zuletzt um rund 20 auf 99 Punkte. Einen Absturz in so kurzer Zeit in dieser Größenordnung gab es bisher nur in der heißen Phase der Finanzkrise 2008/2009.

Damit hat das Insider-Barometer wieder das Niveau von Mitte April erreicht. Damals ging es mit dem Dax anschließend innerhalb von zwei Monaten um rund 800 Punkte bergab, ehe ab Juni die Trendwende nach oben einsetzte. Eine kurzfristige Korrektur wie damals halten die Experten der Landesbank Berlin für nicht ausgeschlossen, nachdem der Dax allein im September schon 500 Punkte zugelegt hat.

Das aktuelle Niveau von 99 Punkten ist jedoch auch kein Zeichen von Panik. Die Vorstände und Aufsichtsräte der deutschen Topkonzerne zeigen damit lediglich, dass sie bei Aktien in den kommenden Wochen kein größeres Potenzial als bei anderen Anlageklassen sehen. „Auszuschließen sind weitere Verkäufe bei hohen Indexständen jedoch nicht“, sagt Professor Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance. Er beobachtet seit Jahren, inwieweit Firmeninsider Aktien ihrer Unternehmen kaufen und verkaufen - und weiß, wann kritische Punkte erreicht sind, die auch Privatanleger als Signal verstehen sollten. Im Moment ist wieder eine solche Phase.

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Analysten sagen: "Kein Problem."

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  • Inhaltlich ist der Artikel doch wirklich interessant !
    Wenn es historisch "belegt" wurde, und nun wieder die Anzeichen für starke Kurseinbrüche auftreten, dann sind wir wenigstens gewarnt...


  • Woher weiss Neptun eigentlich, daß es sich bei den Verkäufen um die Realisierung von Aktienoptionen gehandelt hat? Wenn er den Artikel mal konzentriert liest, sollte er erkennen, dass diese Verkäufe keineswegs darauf beruhen müssen, dass der Insider kein Vertrauen mehr zu seinem Unternehmen hat. Ausserdem müssen Aktienoptionen nicht zwangsläufig zur Kapialverwässerung führen, da sie fast ausschließlich mit einem gesonderten Bezugsrecht an die Altaktionäre verbunden sind, das widerum einen handelbaren Wert hat.

  • Und das Handelsblatt versucht mit seiner "Schlagzeile" "die Insider steigen aus" zur allgemeinen Vrunsicherung beizutragen.
    Ein toller Beitrag, die Herrschaften!

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