Anleger verprellt
Wacker-Chemie-Aktie bricht ein

Die Quartalsergebnisse von des Chemiekonzerns sind für die Anleger eine herbe Enttäuschung. Viele flüchten aus dem Papier - nur die Analysten scheinen einen kühlen Kopf zu bewahren.
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DüsseldorfDie Aktie des MDax-Unternehmens Wacker Chemie hat am Morgen einen Kurseinbruch hinnehmen müssen. Nach enttäuschenden Geschäftszahlen fiel die Aktie über zehn Prozent auf 116,05 Euro. Bereits im vorbörslichen Handel ging es für die Aktie abwärts. Mit der heutigen Bewegung setzt Wacker Chemie den Abwärtstrend der vergangenen drei Monate fort, doch der heutige Tag zeigt die steilste Verlustkurve.

Der Münchner Spezialchemiekonzern leidet unter hohen Rohstoffpreisen. Das auf Silikon- und Siliziumprodukte spezialisierte Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal zwar ein Umsatzplus binnen Jahresfrist von einem Zehntel auf 1,33 Milliarden Euro. Der Überschuss kletterte allerdings lediglich um gut fünf Prozent auf 143 Millionen Euro. Er blieb damit deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit 158 Millionen Euro gerechnet hatten.

Selbst die positive Aussicht auf das Gesamtjahr kann die Börsianer nicht beruhigen. Für das laufende Jahr hält Wacker an seiner Prognose fest. Der Umsatz werde auf über fünf Milliarden Euro steigen, das Betriebsergebnis (Ebitda) den Vorjahreswert von rund 1,2 Milliarden übertreffen. Für die zweite Jahreshälfte rechnet Vorstandschef Rudolf Staudigl allerdings mit einer Abkühlung. „Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wahrscheinlich etwas abschwächt, haben wir - gerade auch dank unseres starken Polysiliciumgeschäfts - gute Voraussetzungen, um weiter profitabel zu wachsen“, sagte er.

Die Analysten lassen sich von diesen Geschäftszahlen kaum verunsichern: Fünf von ihnen beließen heute ihre Einschätzung bei "Kaufen", die WestLB allerdings senkte Wacker Chemie auf "Halten".

Annika Reinert
Annika Williamson
Handelsblatt / Freie Mitarbeiterin
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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