Arbeitskreis Aktienindizes entscheidet Dienstag über Neurordnung in MDax, SDax und TecDax: Anleger warten auf Kauf-Argumente

Arbeitskreis Aktienindizes entscheidet Dienstag über Neurordnung in MDax, SDax und TecDax
Anleger warten auf Kauf-Argumente

Das Geld, glauben Analysten, ist da - die Investoren warten nur auf den Startschuss: Sie lechzen geradezu nach positiven Signalen. Liefern könnten die in der kommenden Börsenwoche nicht nur wichtige neue Konjunkturdaten, sondern auch Dax-Werte wie Volkswagen, Commerzbank und Deutsche Börse mit frischen Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal.

HB FRANKFURT. Hinweise über die weitere Entwicklung der Wirtschaft werden unter anderem vom ZEW-Index erwartet. Im Blickpunkt bleiben Fusions- und Übernahmespekulationen vor allem im Bankenbereich.

„Geld, das angelegt werden kann, ist da. Aber im Moment fehlen den Anlegern die Argumente, weitere Aktienkäufe zu tätigten“, sagte Giuseppe Amato, Marktanalyst bei Lang & Schwarz in Düsseldorf. Ohne Impulse von den Unternehmens- und Konjunkturdaten könne der Dax aus dem Bereich zwischen 3 980 und 4 175 Punkten, in dem er seit Anfang Januar gefangen ist, nicht ausbrechen.

Beim für Dienstag erwarteten Konjunkturindex des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) rechnen einige Analysten erneut mit einem leichten Rückgang. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Zukunftserwartung etwas eingetrübt ist“, sagte Carsten Klude, Aktienstratege bei MM Warburg. Schließlich sei die Erwartungskomponente des Indexes schon stark gestiegen. Im Januar war der ZEW-Index, für den Analysten und institutionelle Anleger zu ihrer Einschätzung befragt werden, leicht auf 72,9 Punkte gefallen. In den USA stehen vor allem am Donnerstag wichtige Konjunkturdaten, so der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia sowie die Frühindikatoren auf der Agenda. „Die Anleger sind bereit, einzusteigen, wenn es hierbei deutliche positive Überraschungen gibt. Das Geld ist da“, sagte ein Börsianer.

Der offenbar schwache Absatz der erst im Herbst auf den Markt gebrachten fünften Generation des wichtigsten VW-Modells Golf dürfte sich nach Einschätzung von Börsianern negativ auf das Quartalsergebnis des Wolfsburger Unternehmens niederschlagen. „Die Frage ist aber, ob dies den Kurs überhaupt noch richtig belasten kann. Schließlich müssten nach den schwachen Absatzzahlen der Branche alle wissen, wohin der Hase läuft“, sagte Klude. Die VW-Aktie hat seit Jahresbeginn fast zehn Prozent an Wert verloren, während der Dax in der gleichen Zeit 3,3 % zugelegt hat.

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