Arpida hat sich auf Breitband-Antibiotika spezialisiert
Biotechfirma will in Zürich an die Börse

Die Schweizer Biotechfirma Arpida mit Sitz in Münchenstein bei Basel plant den Gang an die Schweizer Börse SWX. „Innerhalb der nächsten Monate“, sagte Finanzchef Harry Welten gestern in Zürich, solle der Börsengang über die Bühne gehen.

oli HB ZÜRICH. Der genauen Termin hänge von den Marktkonditionen ab. Die Deutsche Bank soll das IPO koordinieren. Generell bezeichnete Welten die Stimmung an der Börse gegenüber Neueinsteigern aus dem Biotechbereich derzeit als gut.

Arpida hat sich darauf spezialisiert, Antibiotika herzustellen, die gegen multiresistente Bakterien wirken sollen. Ihr Medikament Iclaprim hat bereits die klinische Phase II abgeschlossen und wird nun im Rahmen der letzten Phase III getestet. Bislang kann dieses Medikament nur per Spritze verabreicht werden. Arpida arbeitet daran, die Arznei auch oral verabreichen zu können. Eine entsprechende Substanz befindet sich in der ersten Phase der klinischen Versuche. Neben Iclaprim hat das Schweizer Unternehmen nach Angaben von Firmenchef Khalid Islam ein Dutzend weitere Medikamente in Vorbereitung, die etwa gegen schwerwiegende Infektionen der Atemwege helfen sollen.

Seit dem Jahr 1997 hat Arpida nach eigenen Angaben 141 Mill. Schweizer Franken (92 Mill. Euro) an Kapital aufgenommen, das von Risikokapitalgesellschaften sowie institutionellen und privaten Investoren stammt. Das Unternehmen hat Forschungsstandorte in Münchenstein und in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Es beschäftigt derzeit 72 Mitarbeiter. Wie viel Geld der Börsengang bringen soll, ließen Welten und Islam gestern offen. Die Summe soll nach ihren Angaben in die weitere Entwicklung der Medikamente gesteckt werden. Das Unternehmen wird nach Islams Einschätzung frühestens im Jahr 2008 selbst Geld verdienen.

Arpida ist nicht der erste Börsengang in der Schweiz in diesem Jahr. Vergangenen Mittwoch hatte die Genfer Advanced Digital Broadcast Holdings (ADB) angekündigt, sie wolle sich noch in diesem Frühling listen lassen. Ein genaues Datum gab die Entwicklerin von Produkten wie Set-Top-Boxen oder Software für das digitale Fernsehen nicht bekannt. Auch der Basler Logistikkonzern Panalpina hat für das laufende Jahr den Börsengang angekündigt. Einen Börsenneuling hat es bereits gegeben. Seit dem 31. März werden die Aktien der von der EMS-Chemie abgespaltenen Firma Dottikon ES gehandelt.

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