Asiatischer Markt
Formel 1 liebäugelt mit einem Börsengang

Die Formel 1 erwägt einen Börsengang für einen Teil der Betreibergesellschaft in Singapur. Bereits am Wochenende wurde über eine Platzierung von Formel-1-Anteilen bei einem neuen Investor spekuliert.
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London/SingapurDie Formel 1 will das rasant wachsende Interesse ihrer asiatischen Fans zu Geld machen und prüft einen Börsengang in Singapur. Der Chef der Rennsportserie, Bernie Ecclestone sagte am Mittwoch, er habe den Eignern eine Erstnotiz in dem Stadtstaat vorgeschlagen. Es sei aber Sache des Mehrheitsaktionärs CVC Capital Partners, über das Vorhaben zu entscheiden.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, es werde erwogen, nur einen Teil der Anteile an der Formel-1-Gesellschaft an die Börse zu bringen. CVC solle langfristig beteiligt bleiben. Der Finanzinvestor hat 2006 die Mehrheit übernommen hatte und hält 63,4 Prozent.

Laut des britischen Senders Sky News hat CVC die US-Investmentbank Goldman Sachs damit beauftragt, die Platzierung von Formel-1-Anteilen bei einem neuen Investor zu prüfen. Dies wäre eine Vorstufe eines formellen IPO-Prozesses für ein Börsenlisting in Singapur, hieß es.

Der Sender nannte für die Sportserie, deren Rennen weltweit mehr als eine halbe Milliarde TV-Zuschauer verfolgen, eine potenzielle Bewertung von mehr als zehn Milliarden Dollar. Ein Börsengang in Singapur wäre damit bei einem Minimalvolumen von 15 Prozent 1,5 Milliarden Dollar schwer. Sowohl CVC als auch Goldman lehnten Stellungnahmen ab.

Der 81-jährige Ecclestone hat die internationale Vermarktung der Formel 1 in den vergangenen Jahren kräftig vorangetrieben. Als Hoffnungsmarkt gilt Asien, wo zahlreiche Sportfreunde nach großen Namen aus Europa gieren. Aus diesem Grund strebt auch der englische Fußball-Club Manchester United eine Börsennotierung in Singapur an.

Die Pläne liegen wegen der jüngsten Finanzmarkt-Schwankungen aber auf Eis. Über einen Börsengang der Formel 1 wird seit längerem spekuliert. Für ein Marktdebüt noch in diesem Jahr spräche, dass zum Jahresende die Vereinbarung zwischen der Rechteverwertungs-Gesellschaft und den Renn-Teams ausläuft.

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Interesse von Investoren ist schwer einzuschätzen

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