Atemwegspräparate sollen die neuen Kassenschlager werden
Altana hat die Talsohle durchschritten

Die Zukunftsaussichten von Altana haben sich nach Ansicht der Analysten wieder aufgehellt. Der Kurs der Aktie, der im August auf einen Tiefststand gefallen war, wird sich weiter erholen, glauben die Unternehmensbeobachter. Daher empfehlen mehr als die Hälfte der bei Bloomberg geführten Altana-Experten den Kauf des Titels.

FRANKFURT/M. „Für die Aktie sprechen die langfristigen Gewinn- und Wachstumsperspektiven des Konzerns und die relativ moderate Bewertung im Vergleich zu anderen Pharmawerten“, begründet Thomas Brenning von der Helaba seine Kaufempfehlung. Zudem zeichnet sich ab, dass Altana von den ab 2005 geltenden Festbeträgen nicht stärker belastet wird als von den derzeitigen Zwangsrabatten bei Medikamenten. Unter anderem diese Unsicherheit hatte den Kurs im Sommer gedrückt.

Für den Abwärtstrend der Aktie war nach Ansicht von Brenning auch verantwortlich, dass sich die Zeitpläne für die beiden neuen Atemwegsmedikamente Alvesco und Daxas verschoben hatten. Die Zulassungsanträge waren später eingereicht worden als vom Unternehmen ursprünglich geplant, Alvesco war in Großbritannien mit niedrigeren Dosierungen als gedacht zugelassen worden.

Das Asthmamedikament Alvesco und das Raucherlungenpräparat Daxas sollen die Abhängigkeit vom Magensäurehemmer Pantoprazol verringern. Mehr als 40 Prozent der Konzernerlöse stammen von diesem „Blockbuster“. So werden Arzneimittel genannt, die mehr als eine Mrd. Euro Umsatz bringen. In den meisten europäischen Ländern ist Pantoprazol bis 2009 patentgeschützt. In den USA, wo die Arznei den Namen Protonix trägt, läuft der Schutz 2010 aus.

Der Altana-Vorstand hofft, dass Alvesco und Daxas bis dahin zu ähnlichen Kassenschlagern geworden sind wie das Magenmedikament. Alvesco ist bereits in Großbritannien, Australien, Brasilien und Mexiko zugelassen, in den USA ist der Antrag eingereicht. Für Daxas wurde die europäische Zulassung beantragt. Im ersten Halbjahr 2005 soll der Antrag in den USA folgen.

Vor diesem Hintergrund rechnet Carsten Kunold von Merck Finck & Co. künftig mit guten Nachrichten aus Bad Homburg: „Der Pharmabereich gibt reichlich Grund zum Optimismus durch die weiterhin starken Wachstumsraten bei Pantoprazol und das Blockbuster-Potenzial von Alvesco und Daxas.“ Er rät zum Kauf und sieht die Aktie in sechs Monaten bei 55 Euro.

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