Auch kleinere Unternehmen drängen aufs Parkett
Starke Baukonjunktur befeuert Börsenpläne

Der österreichische Baukonzern Strabag hält an seinen Börsenplänen fest. Die Gruppe wolle im Laufe des kommenden Jahres an die Börse gehen, bestätigte ein Sprecher. Angesichts der verbesserten Auftragseingänge in der Branche wollen einige kleinere Unternehmen folgen.

DÜSSELDORF. Konkrete Pläne nennen Helma Eigenheimbau aus dem niedersächsischen Isernhagen und GWB Immobilien aus Siek bei Hamburg. Mit der Tiefbau-Gruppe Bauer aus Bayern hat bereits ein größerer Mittelständler den Sprung auf das Parkett geschafft.

Hintergrund ist der wiedergewonnene Optimismus in der Branche. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hat bereits die Trendwende am Bau ausgerufen. „Erstmals seit 1999 erreichen wir am Bau ein Umsatzwachstum – und zwar von einem Prozent oder mehr“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Michael Knipper dem Handelsblatt. Diese positive Entwicklung werde 2007 anhalten.

Die Halbjahreszahlen der großen Baukonzerne Hochtief, Bilfinger Berger und nun auch der Kölner Strabag AG bestätigen den Trend. Allerdings hält Strabag-Chef Thomas Birtel den Optimismus der Bau-Funktionäre für „noch etwas überzogen“. Er halte ein Plus von einem Prozent noch nicht für eine Trendwende, sagte Birtel dem Handelsblatt. Doch habe Strabag in Deutschland von der erfreulichen Entwicklung am Bau profitiert.

Die Bauleistung des Straßenbau-Spezialisten kletterte im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf 1,71 Mrd. Euro. Bereinigt um die Reorganisation der Strabag-Gruppe, wie den Verkauf des Hochbaus an die Stuttgarter Schwester Ed. Züblin und die Einbeziehung der Dywidag-Gruppe aus dem insolventen Konzern Walter Bau, ergebe sich aber nur ein Plus von unter fünf Prozent, sagte Birtel. Dies gilt in der Branche aber immer noch als Spitzenwert. Der Auftragseingang von Strabag legte um 26 Prozent auf 2,11 Mrd. Euro zu. In Deutschland betrug der Zuwachs sogar 29 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Birtel wegen des „inzwischen abgeschlossenen Umbaus des Konzerns“ mit einer leicht gesunkenen Bauleistung. Im Vorjahr waren es 4,3 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis soll aber deutlich wachsen.

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