Aufgeräumte Bilanzen rücken französische Wasserversorger in den Blickpunkt
Experten setzen auf Versorger Veolia

Kehraus bei den beiden französischen Versorgern Veolia Environnement und Suez: Beide Unternehmen brachten im vergangenen Jahr ihre Bilanzen in Ordnung. Das Ergebnis: 2,17 Mrd. Euro Verlust bei Suez, gut 2 Mrd. Euro Miese bei Veolia.

PARIS. Der Großteil der Aufräumarbeiten scheint nun erledigt, daher blicken Anleger und Analysten wieder nach vorn. Wegen der steigenden Weltbevölkerung erfährt das Thema Wasserversorgung, bei dem die Franzosen führend sind, wachsende Aufmerksamkeit.

Im direkten Vergleich bevorzugen die Experten Veolia: „Trotz der Rally in den vergangenen fünf Monaten bietet die Aktie noch Aufwärtspotenzial von 29 % auf unser Preisziel von 31 Euro“, urteilt Merrill Lynch. Das Papier sei zudem günstig bewertet.

Pluspunkt Strategie: Zwar betreibt Veolia insgesamt vier Geschäftsbereiche: Wasserversorgung, Müllentsorgung, Energie-Services und Transport. Über die Hälfte des Betriebsergebnisses macht die ehemalige Tochter von Vivendi Universal aber mit der Wasserversorgung von Kommunen und Unternehmen. Daher gilt Veolia fast schon als „pure Play“.

Auch Suez zählt zwar wie Veolia zu den Weltmarktführern im Bereich Wasserversorgung. Das Unternehmen erwirtschaftet aber den größten Teil seines Gewinns mit der Stromversorgung über die belgische Tochter Electrabel, an der Suez knapp die Mehrheit hält.

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