Aufstieg könnte im August beschlossen werden
Puma drängt mit Vehemenz in den Dax

Der Sportartikel-Hersteller Puma drängt mit aller Gewalt in den Deutschen Aktienindex Dax. Hintergrund ist, dass Puma erstmals sowohl beim Kriterium Marktkapitalisierung (28) als auch beim Börsenumsatz (29) besser als Rang 30 liegt und somit die dann geltende „Regular Entry“-Regel erfüllen würde.

FRANKFURT/M. Keine Veränderung in der Zusammensetzung des Deutschen Aktienindex (Dax) und des MDax, wenig Neues im TecDax, dafür aber einiges an Bewegung im SDax erwarten Analysten von der nächsten Überprüfung des Arbeitskreises Aktienindizes am 18. Mai. Auch wenn der nächste Überprüfungstermin damit eher langweilig erscheint, ist die gestern vorgelegte Rangliste für den Monat April keinesfalls uninteressant. „Es lassen sich bereits einige interessante Details über mögliche Veränderungen für die August-Sitzung erkennen“, sagt Christian Stocker von der Hypo-Vereinsbank. Dann greifen zum ersten Mal die kürzlich überarbeiteten Regeln der Deutschen Börse für die Dax-Aufnahme.

Nach aktuellem Stand besteht für Fresenius Medical Care (FMC) höchste Abstiegsgefahr aus dem 30 Werte zählenden Dax, drängt doch der Sportartikel-Hersteller Puma mit aller Gewalt dort hinein. Hintergrund ist, dass Puma erstmals sowohl beim Kriterium Marktkapitalisierung (28) als auch beim Börsenumsatz (29) besser als Rang 30 liegt und somit die dann geltende „Regular Entry“-Regel erfüllen würde. FMC könnte sich nach jetzigem Stand zwar gerade noch retten. Allerdings liegt die Aktie im Bereich Marktkapitalisierung nur noch auf Rang 35. Ein Rang schlechter würde den Abstieg bedeuten.

Hinter Puma gelten Hypo Real Estate (30/32) und T-Online (31/31) bei der Umstellung im August als aussichtsreiche Kandidaten, während es für die in der Vergangenheit stets als Dax-Kandidat gehandelte Beiersdorf-Aktie (37/35) inzwischen eher unwahrscheinlich erscheint. Abzuwarten bleibt auch, wie schnell sich die Postbank nach ihrem möglichen Börsendebüt am 21. Juni als Dax-Kandidat herausstellt.

Im hinter dem Dax angesiedelten MDax erwarten die Analysten ebenfalls keine Veränderungen. Grund ist, dass anhand der aktuellen Rangliste vorerst auch hier kein Handlungsbedarf besteht. Auffällig ist jedoch nach Aussagen von Anke Keller von der Landesbank Rheinland Pfalz (LRP), dass der Chemie-Konzern Celanese nach der Übernahme durch die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone erheblich an Marktkapitalisierung verloren hat. Der Anteil frei handelbarer Aktien liegt nur noch bei sieben Prozent.

Da der Rückzug von der Börse bereits angesprochen wurde, ist es wahrscheinlich, dass die Aktie schon bald aus dem MDax genommen wird, meint Keller. Lediglich der Zeitpunkt ist noch offen. Christian Stocker von der Hypo-Vereinsbank tippt auf die nächste Sitzung im August. Dann gelten aus dem MDax auch Koenig & Bauer sowie Zapf Creation als gefährdet. Potenzielle Nachrücker wären nach jetzigem Stand MPC und Indus Holding.

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