Auifwärtstrend: Facebook-Börsengang beflügelt Internet-Aktien

Auifwärtstrend
Facebook-Börsengang beflügelt Internet-Aktien

Der geplante Börsengang von Facebook lässt auch die Aktien anderer Internet-Firmen nach oben schießen. Selbst der größte Konkurrent Google schwimmt auf der Welle mit.
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New YorkDer anstehende Börsengang von Facebook beflügelt die gesamte Internet-Branche. Angesichts der massiven Aufmerksamkeit, die das Soziale Online-Netzwerk mit der Vorlage seines Börsenprospekt unter Investoren erregt hat, schossen auch die Aktien anderer Firmen in die Höhe.

Der mit Facebook eng verbandelte Spieleentwickler Zynga legte zum Handelsschluss am Donnerstag um 17 Prozent zu und stieg am Freitag vorbörslich um weitere 5 Prozent. Das Schnäppchenportal Groupon lag 7 Prozent im Plus, das berufliche Online-Netzwerk LinkedIn 6 Prozent und das Internet-Radio Pandora 3 Prozent. Die Unternehmen waren erst in den vergangenen Monaten an die Börse gegangen und gelten damit als Wegbereiter für Facebook.

Selbst die Aktie des seit dem Jahr 2004 an der Börse gelisteten Schwergewichts Google bewegte sich noch um ein knappes Prozent in die Höhe. Dabei ist Google mit seinem eigenen sozialen Netzwerk Google+ einer der schärfsten Rivalen von Facebook. Beide Internetriesen finanzieren sich hauptsächlich über Werbung und buhlen um die gleiche Kundschaft.

Dass Zynga besonders steil nach oben schoss, lässt sich leicht erklären: Mehr als jeder zehnte Dollar, den Facebook im vergangenen Jahr eingenommen hatte, stammte von dem Spieleentwickler, der etwa hinter „Farmville“ steckt. Wollen die Spieler virtuelle Güter kaufen, müssen sie dafür real zahlen - und Facebook zwackt seinen Teil ab.

Deutsche Internet-Aktien konnten ebenfalls von dem Hype profitieren. Die Aktie der Xing AG, ein Karriere-Netzwerk, hat diese Woche mehr als 16 Prozent zugelegt.

Facebook will bei seinem Börsengang nach derzeitigem Stand 5 Milliarden Dollar einsammeln. Damit wäre es der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens aller Zeiten. Wann genau das Soziale Online-Netzwerk aufs Parkett geht, ist indes noch unklar. Die Vorlage des Prospekts war nur der erste Schritt. Gerechnet wird mit dem Sommer.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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