Ausblick 2008
BHF-Bank erwartet neuen Dax-Rekord

Trotz der Subprime-Krise ist die BHF-Bank für die weitere Entwicklung am deutschen Aktienmarkt im kommenden Jahr positiv gestimmt. Die fundamentalen Rahmenbedingungen sprechen nach Einschätzung der Analysten auch im kommenden Jahr für weiter anziehende Kurse.

HB FRANKFUR. Die BHF-Bank erwartet den Dax Ende 2008 bei 8 700 Punkten. Die deutschen Blue Chips seien im internationalen Vergleich attraktiv bewertet und verfügten dank ihrer starken Position auf den Weltmärkten auch 2008 über überdurchschnittliche Gewinnperspektiven, so Aktienstratege Kai Franke. So geht die BHF-Bank im kommenden Jahr von weiter steigenden Unternehmensgewinnen in einer Größenordnung von 6 Prozent bis 10 Prozent aus, allerdings bei einer nachlassenden Gewinndynamik, heißt es einschränkend.

Als stützend für den Dax sollte sich auch das anhaltend hohe globale Wirtschaftswachstum erweisen. Die BHF-Bank geht für das kommende Jahr von einem Wert von 4,7 Prozent aus nach 5,2 Prozent im ablaufenden Jahr. Das US-Wachstum dürfte zwar kräftig in Regionen um die 1,5 Prozent zurück fallen, von einer Rezession gehen die Analysten derzeit aber nicht aus. Die Subprime-Krise und der Rückgang der Immobilienpreise werde zwar 2008 noch anhalten, der Arbeitsmarkt habe sich bislang aber als solide Stütze erwiesen.

„Die Konjunktur wird nicht einfach weg brechen“, ist Franke überzeugt. Damit es für den Dax aber wieder kräftiger nach oben gehen kann, stehen nach Einschätzung von Finanzanalyst Roland Ziegler aber noch zwei Signale aus:

Zum einen müssten sich die Auswirkungen der Vertrauens- und Liquiditätskrise besser absehen und vorhersagen lassen. Zum anderen müsse das stark eingetrübte Konjunkturbild der Anleger wieder realistischer werden. Wie die aktuellen Umfrageergebnisse zeigten, seien die Marktteilnehmer derzeit noch sehr negativ gestimmt. Ein „gesunder Realismus“ sollte aber zurückkehren, glaubt Ziegler.

So signalisierten die anhaltenden Aktienrückkäufe die Zuversicht der Unternehmen und stellten für den Markt eine wichtige Stütze dar. Daneben seien die strategischen Käufer im M&A-Markt weiterhin aktiv, wie der Übernahmeversuch von Rio Tinto/BHP Billiton zeige. Schließlich würden die stark wachsenden Sovereign Wealth Funds zunehmend am Aktienmarkt aktiv.

Derweil stelle der Rentenmarkt fundamental betrachtet mittelfristig keine Alternative zum Aktienmarkt dar. Denn das niedrige Zinsniveau biete keine ausreichende Kompensation für die wachsenden Inflationsrisiken. Das größte Risiko für die Entwicklung am Aktienmarkt macht Franke in einer massiven Schwäche des Dollar aus.

Zwar prognostiziert der Stratege im kommenden Jahr einen weiter steigenden Euro, das sollte sich für die Unternehmen allerdings als verkraftbar erweisen, solange die Bewegung in geordneten Bahnen verlaufe. Angesichts der Schwäche der US-Konjunktur, der Krise am Immobilienmarkt sowie der Erwartung, dass die Federal Reserve im kommenden Jahr die Leitzinsen wohl weiter senken müsse, dürfte im kommenden Jahr das Niveau von 1,55 US-Dollar zum Euro erreicht werden.

Mit Blick auf die Asset Allocation wird das rohstoffintensive Wachstum der Emerging Markets auch 2008 den Sektor Basic Resources weiter treiben. Trotz der Outperfomance der vergangenen Jahre würden die europäischen Rohstoffwerte immer noch mit einem Bewertungsabschlag gegenüber dem Gesamtmarkt gehandelt. Die europäischen Rohstoffwerte profitierten zudem von einem schwächeren Dollar.

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