Ausgabepreis
Debenhams legt erfolgreiches Börsendebüt hin

Der britische Kaufhauskonzern Debenhams ist erfolgreich an die Börse zurückgekehrt. Der größte britische Börsengang seit Juni 2005 war bei vielen institutionellen Anlegern auf Kritik gestoßen. Dennoch stieg die Aktie am ersten Handelstag um mehr als fünf Prozent.

HB LONDON. Der britische Kaufhauskonzern Debenhams ist erfolgreich an die Börse zurückgekehrt. Die Finanzinvestoren, die das Unternehmen vor nur zweieinhalb Jahren vom Aktienmarkt genommen hatten, mussten allerdings einen Preis am unteren Ende der Angebotsspanne akzeptieren. Der größte britische Börsengang seit Juni 2005 war bei vielen institutionellen Anlegern auf Kritik gestoßen. Dennoch stieg die Aktie am ersten Handelstag um mehr als fünf Prozent.

Bei einem Ausgabepreis von 195 Pence je Aktie wird Debenhams mit knapp 1,7 Mrd. Pfund (2,5 Mrd. Euro) bewertet. Von den Einnahmen von 950 Mill. Pfund will das Unternehmen 700 Millionen für den Schuldenabbau einsetzen. 250 Mill. Pfund fließen an die Eigentümer, die Private-Equity-Häuser CVC Capital Partners, Texas Pacific und Merrill Lynch Global Private Equity und das Management. Die Finanzinvestoren bleiben mit 43 Prozent an Debenhams beteiligt.

Die Private-Equity-Firmen hatten ursprünglich gehofft, einen Emissionspreis von bis zu 250 Pence je Aktie zu erzielen. Doch sie mussten ihre Erwartungen zurückschrauben. Viele institutionelle Anleger hatten kritisiert, dass die Kaufhauskette nach so kurzer Zeit und so stark mit Schulden beladen wieder an die Börse kommen sollte. Sie fragten sich, warum sie die Firma zu einem höheren Preis zurückkaufen sollten, als sie es zuvor an die Finanzinvestoren verkauft hatten.

Die drei Investoren hatten Debenhams für 1,7 Mrd. Pfund gekauft und es, so kritisierten Fondsmanager, wie eine Zitrone ausgequetscht. Sie haben Immobilien verkauft und zurückgemietet, die Investitionen zurückgefahren, Zahlungsziele verlängert und Stellen abgebaut. Die Verschuldung stieg von 100 Mill. auf 1,2 Mrd. Pfund, während sich die Investoren 1,3 Mrd. Pfund Ausschüttungen genehmigten.

Dennoch war das Interesse an der Aktie am Ende laut Debenhams mehr als doppelt so groß wie das Angebot. Vor allem die Nachfrage aus den USA sei stark gewesen, teilte Morgan Stanley mit. Die Investmentbank hat den Börsengang mit Citigroup, Credit Suisse und Merrill Lynch organisiert. Analysten sagten, kurz- bis mittelfristig habe die Aktie durchaus Potenzial. Debenhams sei in guter Verfassung und habe den Marktanteil kräftig ausgebaut. Doch langfristig seien die hohen Schulden eine arge Belastung.

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