Aussichten sind durchwachsen – Fondsmanager favorisieren Hongkong
Chinas Wachstum sorgt für Verschnaufpause an Asiens Börsen

Mit Erleichterung haben die Anleger an den asiatischen Börsen auf die neuen Wachstumszahlen aus China reagiert. Wie das Statistikbüro der Volkswirtschaft am Freitag mitteilte, betrug das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 9,1 Prozent nach 9,6 Prozent im Vorquartal.

HB PEKING. „Jede Bestätigung, dass China weiter mit mehr als neun Prozent wächst, wird Käufe auslösen“, sagte Kiyohide Nagata, Fondsmanager bei Invesco Asset Management. Ein geringeres Wachstum in China würde auch in den Nachbarländern spürbare Lücken hinterlassen. Schon vier asiatische Staaten steuern mit ihren Exporten ins Reich der Mitte 10 Prozent oder mehr zu ihrem Bruttoinlandsprodukt bei.

Beflügelt durch die Nachrichten aus Peking legten zum Wochenausklang praktisch alle wichtigen Indizes in Fernost zu. Allerdings hielt sich die Reaktion der beiden China-Börsen in Schanghai und Shenzhen in Grenzen. Der Shanghai Composite-Index stieg lediglich um 1,4 Prozent, sein Pendant in Shenzhen um schlappe 0,6 Prozent.

Und das ist kein gutes Omen. Denn an den vorherigen Tagen der Woche dominierten an den Asienbörsen die Verkäufe, weil Händler und Anleger einen kräftigeren Rückgang des Wachstums in China erwartet hatten. Demnach hätte die Reaktion am Freitag positiver ausfallen müssen. Doch an den Kapitalmärkten wächst die Erwartung, dass Chinas Wachstum weiter zurück geschraubt wird. „Wir sollten etwas vorsichtig mit Rohstoffwerten sein“, sagt deshalb Edwin Merner vonAtlantis Investment Research.

Die Wochenbilanz, die deutliche Rückgänge bei Werten aus dem Sektor anzeigt, untermauert diese Worte. Vor allem im Stahlsektor gingen die Kurse zurück, da China ein Drittel des weltweit erzeugten Stahls konsumiert. Aktien von Japans zweitgrößtem Stahlkocher JFE verbilligten sich um fast sieben Prozent, ebenso die Titel des australischen Primus Blue Scope Steel. Titel von Posco, Südkoreas größtem Stahlkocher, verloren zwei Prozent.

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