Aktien
Autowerte fester als Marktdurchschnitt - US-Absatzzahlen

Die deutschen Autowerte haben am Dienstag mit Kursgewinnen auf die am Vorabend veröffentlichten Absatzzahlen aus den USA reagiert und sich besser als der Marktdurchschnitt entwickelt.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Autowerte haben am Dienstag mit Kursgewinnen auf die am Vorabend veröffentlichten Absatzzahlen aus den USA reagiert und sich besser als der Marktdurchschnitt entwickelt. Die Zahlen für September seien insgesamt betrachtet nur geringfügig von den Erwartungen abgewichen, hieß es am Markt. Gelobt wurden vor allem die Zahlen des deutsch-amerikanischen Autoherstellers Daimler-Chrysler. Allgemein böte sich aber ein "gemischtes Bild".

Die Aktien von Daimler-Chrysler legten um 0,71 Prozent auf 45,32 Euro zu. BMW gewannen 0,87 Prozent auf 39,59 Euro. Volkswagen verteuerten sich an der Dax-Spitze vor allem wegen größerer Zukäufe um 4,67 Prozent auf 53,81 Euro. Der Dax rückte zugleich um 0,45 Prozent auf 5 105,09 Punkte vor. Porsche stiegen außerhalb der Dax-Familie um 1,19 Prozent auf 638,48 Euro.

"Alles in allem lagen die Zahlen mit Ausnahme von Daimler-Chrysler leicht unter unseren Erwartungen", sagte ein Frankfurter Händler. Vor allem Porsche sei eine große Enttäuschung gewesen. "Allerdings ist der Einfluss der Absatzzahlen auf die heutige Kursentwicklung der Autoaktien nicht sonderlich spürbar", sagte er. Zum deutlichen Kursplus bei VW hieß es am Markt, dass derzeit wohl Aktien für Porsche eingesammelt würden.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz sprach mit Blick auf die Absatzzahlen von einem "gemischten Bild". Der Absatz der PKW und anderer Leicht-Nutzfahrzeuge sei im direkten Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,7 Prozent gesunken, im bisherigen Jahresverlauf allerdings um 2,8 Prozent gestiegen.

Auch die HVB-Analysten verwiesen auf den Absatzrückgang im September, sagten jedoch, dass die saisonal bereinigte Jahresdurchschnittszahl innerhalb der Erwartungen gelegen habe. Belastet hätten vor allem die Wirbelstürme, die steigenden Benzinpreise und die auslaufenden Personalrabattanreize.

Sämtliche Experten lobten vor allem die Absatzzahlen von Daimler-Chrysler. Angesichts des anhaltenden moderaten Wachstums habe Chrysler seinen Marktanteil im September weiter verbessern können und sich weiter von den beiden US-Konkurrenten Ford und General Motors (GM) entfernt, so die HVB-Experten. Auch Mercedes-Benz USA habe "anhaltende Absatzdynamik" gezeigt; und zwar durch die neuen Modelle M- Klasse und SLK sowie wegen der Erholung der C-Klasse.

Für BMW ist der Monat laut der HVB "solide" verlaufen. Die Verkäufe der PKW hätten den leichten Rückgang der Geländewagen (SUV) kompensieren können. Mit Blick auf VW hieß es seitens der Münchener Analysten, dass die Wolfsburger zwar noch keine detaillierten Zahlen für September veröffentlicht hätten, doch eine Trendwende sichtbar geworden sei. Erstmals seit Januar 2005 habe VW wieder einen Zuwachs verbuchen können.

Über Porsche und dessen deutlich gesunkenen September-Absatz in den USA urteilten sie: "Die guten Verkäufe des Boxster retten den Monat einigermaßen. Deutliche Rückgänge bei 911 und Cayenne führten zu einem Rückgang des Absatzes um neun Prozent. Auch im September sah sich Porsche mit dem Problem konfrontiert, dass man viel zu wenige Fahrzeuge der Reihe 911 bei den Händlern stehen hatte, so dass der Verkauf davon stark belastet wurde."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%