Aktien
Autowerte gewinnen überdurchschnittlich - Dollarkurs, Ölpreis

Deutsche Autowerte haben sich am Dienstag mit teils deutlichen Kursgewinnen erheblich besser als der Marktdurchschnitt entwickelt. Händler nannten verschiedene Einflussfaktoren, die sich allesamt stützend auswirkten. Neben dem gesunkenen Ölpreis und einer Stabilisierung des US-Dollar im Vergleich zum Euro sende auch die absehbar harte Gangart der Volkswagen-Führung gegenüber den Gewerkschaften ein Signal aus, hieß es im Handel.

dpa-afx FRANKFURT. Deutsche Autowerte haben sich am Dienstag mit teils deutlichen Kursgewinnen erheblich besser als der Marktdurchschnitt entwickelt. Händler nannten verschiedene Einflussfaktoren, die sich allesamt stützend auswirkten. Neben dem gesunkenen Ölpreis und einer Stabilisierung des US-Dollar im Vergleich zum Euro sende auch die absehbar harte Gangart der Volkswagen-Führung gegenüber den Gewerkschaften ein Signal aus, hieß es im Handel.

Bis 10.45 Uhr gewannen die Aktien von BMW im DAX um 0,97 % auf 34,20 €. Daimlerchrysler legten um 0,92 % zu auf 34,15 €, während Volkswagen mit einem Kursplus von 1,86 % auf 32,35 € zu den stärksten Werten im DAX zählten. Der Index stieg zugleich um 0,19 % auf 3 779,14 Punkte. Außerhalb der Indexfamilie der Deutschen Börse gewannen Porsche-Vorzugsaktien 1,92 % auf 498,90 €, nachdem sie am Vormittag die Marke von 500 € bereits genommen hatten.

"Der Ölpreis ist als Einflussfaktor natürlich zu allererst zu nennen", sagte Aktienhändler Michael Kuhlow von Kepler Equities in Frankfurt. Zugleich unterstütze der kräftig gesunkene Eurokurs die Stimmung um die stark exportorientierten Autowerte, was auch die besonders markanten Kurssteigerungen bei der Porsche-Aktie erkläre. Ein im Vergleich zum Euro höherer Dollar verspricht steigende Einnahmen aus dem Export in den Dollarraum.

Zugleich sei damit zu rechnen, dass die Investoren weiterhin die Gangart des Volkswagen-Konzern in der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung honorierten, sagte Kuhlow. Volkswagen hatte am Vortag von den Beschäftigten eine Nullrunde gefordert und will die Lohnkosten bis 2011 um 30 % drücken. Das Beispiel könne Schule machen und die Profitabilität deutscher Hersteller verbessern, sagten Händler.

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