Aktien
Autowerte nach Ford-Gewinnwarnung unter Druck

Nach einer Gewinnwarnung des US-amerikanischen Autobauers Ford sind auch die Autowerte im Deutschen Aktienindex unter Druck geraten. Im späten Vormittagshandel verloren die Papiere von Volkswagen AG 1,45 Prozent auf 35,33 Euro und standen damit an der Spitze der Dax-Verlierer.

dpa-afx FRANKFURT. Nach einer Gewinnwarnung des US-amerikanischen Autobauers Ford sind auch die Autowerte im Deutschen Aktienindex unter Druck geraten. Im späten Vormittagshandel verloren die Papiere von Volkswagen AG 1,45 Prozent auf 35,33 Euro und standen damit an der Spitze der Dax-Verlierer. Die Papiere von Daimler-Chrysler rutschten um 1,01 Prozent auf 32,39 Euro ab, während sich BMW-Titel mit plus 0,20 Prozent auf 34,85 Euro dem Trend entgegenstemmten. Zur gleichen Zeit büßte der Dax 0,11 Prozent auf 4 395,77 Punkte ein.

Bereits am Freitag hatte der zweitgrößte US-Autokonzern Ford die Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt. Ford begründete die Maßnahme mit der schwierigen Situation im Automobilsektor. Nach der massiven Gewinnwarnung des Branchenprimus General Motors (GM) sei die Nachricht von Ford "keine allzu große Überraschung" gewesen, sagte Analyst Frank Biller von der Baden-Württembergischen Bank.

Die aktuelle Ford-Warnung "könnte sich allerdings etwas belastend auf den Auto-Sektor auswirken", sagte Biller weiter. Man dürfte die Nachricht aber nicht überbewerten. Im Vergleich zu den US-Konkurrenten Ford und General Motors habe beispielsweise die US-Sparte Chrysler des Stuttgarter Daimler-Chrysler-Konzerns "mehr Vorarbeit" bei der Modellpolitik auf dem US-Markt geleistet und "ihre Hausaufgaben" gemacht.

Die vergleichsweise starken Verluste bei der VW-Aktie begründete ein Frankfurter Händler außerdem mit den Nachwirkungen der schwachen Absatzzahlen des Wolfsburger Autobauers. Im Januar und Februar ist die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland laut einem Bericht der "Automobilwoche" im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent zurückgegangen. In Verbindung mit der Ford-Gewinnwarnung seien die VW-Aktien zu Beginn der Börsenwoche stärker unter Druck geraten als die Papiere der Mitbewerber, sagte der Händler.

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