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Autowerte nach US-Zahlen etwas schwächer - BMW behauptet

Die Aktien der deutschen Autobauer haben am Donnerstag nach Veröffentlichung der US-Absatzzahlen überwiegend an Boden verloren. Lediglich BMW notierten am Morgen nahezu unverändert bei 34,23 €. Die anderen Werte verbuchten stärkere Verluste, allen voran VW mit einem Abschlag von 1,41 % auf 31,37 €, gefolgt von Daimlerchrysler mit minus 1,07 % auf 34,21 €. Porsche-Titel verloren 0,57 % auf 505,54 €.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der deutschen Autobauer haben am Donnerstag nach Veröffentlichung der US-Absatzzahlen überwiegend an Boden verloren. Lediglich BMW notierten am Morgen nahezu unverändert bei 34,23 €. Die anderen Werte verbuchten stärkere Verluste, allen voran VW mit einem Abschlag von 1,41 % auf 31,37 €, gefolgt von Daimlerchrysler mit minus 1,07 % auf 34,21 €. Porsche-Titel verloren 0,57 % auf 505,54 €.

Zuvor war das Echo der Analysten auf die nordamerikanischen Absatzzahlen der Autobauer im August unterschiedlich ausgefallen. BMW und Porsche hatten nach überwiegender Meinung der Experten eher gut abgeschnitten, Mercedes lag weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Volkswagen und die Tochter Audi hingegen enttäuschten. Generell habe die Branche unter den gestiegenen Ölpreisen zu leiden gehabt, hieß es. Auch der Hurrican "Charley" und zwei Verkaufstage weniger hätten den Absatz negativ beeinflusst.

Analyst Jochen Gehrke von Kepler Equities gab sich mit den Absatzzahlen der deutschen Hersteller überwiegend zufrieden. "Mal abgesehen von Volkswagen ist alles in Ordnung", sagte Gehrke. Die Zahlen von Porsche seien sehr gut und solide ausgefallen. BMW profitiere nach wie vor von der regen Nachfrage nach dem Geländewagen X3 sowie dem Sechser und auch Daimlerchrysler sei wieder ordentlich aufgestellt. Die eher schwächeren Kurse am Donnerstag sollten daher nicht überbewertet werden. "Das ist eine Reaktion auf die Gewinne gestern."

Bei VW hingegen sei auch für den Rest des Jahres auf dem nordamerikanischen Markt keine Besserung zu erwarten, sagte Gehrke. Erst im nächsten Jahr bestehe mit dem Start der überarbeiteten Versionen der Modelle Jetta und Passat die Chance auf eine Erholung. "Auch hier muss man aber erst mal abwarten, was rauskommt."

Auf dem umkämpften US-Markt waren die Absatzzahlen von VW im August um fast 30 % eingebrochen. "Es hätte durchaus noch schlimmer kommen können - das Minus von etwas mehr als ein Prozent ist noch relativ moderat", sagte Analyst Robert Heberger von Merck Finck & Co. "Ich gehe davon aus, dass die Aktie auch in den nächsten Tagen unter Druck stehen wird." Der Abstieg aus dem Eurostoxx 50 zum 20. September überrasche aber weniger. Heberger blieb bei seiner "Sell"-Empfehlung für die VW-Aktien, das Kursziel setzte er auf 29 €.

Den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen hatte BMW Group den US-Absatz um 6,2 % auf 24 501 gesteigert. Porsche erhöhte seinen Absatz um 13 % auf 2 562 Autos, wobei die 911er- und die Cayenne-Geländewagenmodelle höhere Absatzziffern verbuchten. Dagegen gab es beim Boxster erneut Einbußen. Daimlerchrysler lieferte im August in den USA 196 018 (Vj: 207 971) Autos aus. Das entsprach einem Rückgang von sechs Prozent. Dabei fiel der Verkauf der Chrysler Group um sechs Prozent, während Mercedes-Benz etwas mehr Neuwagen-Kunden hatte.

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