Aktien
Autowerte schwach - US-Absatz und hoher Ölpreis

Vor dem Hintergrund des hohen Ölpreises und der teils enttäuschenden US-Absatzzahlen haben die deutschen Autowerte am Montag an Wert verloren. VW-Aktien büßten gegen 10.35 Uhr 1,67 Prozent auf 35,96 Euro ein und bildeten damit das Dax-Schlusslicht.

dpa-afx FRANKFURT. Vor dem Hintergrund des hohen Ölpreises und der teils enttäuschenden US-Absatzzahlen haben die deutschen Autowerte am Montag an Wert verloren. VW-Aktien büßten gegen 10.35 Uhr 1,67 Prozent auf 35,96 Euro ein und bildeten damit das Dax-Schlusslicht. Der BMW-Kurs sank um 1,03 Prozent auf 34,74 Euro, während sich Daimler-Chrysler-Papiere um 0,73 Prozent auf 34,11 Euro verbilligten. Der Leitindex Dax gab zugleich um 0,94 Prozent auf 4 332,59 Punkte nach.

Bei der CSFB sprachen Branchenbeobachter von einem "schwachen Monat" für VW und BMW. Hingegen habe Mercedes im März einen im Vergleich zu Januar und Februar einen guten Monat erlebt. Auch Analyst Michael Raab von Sal. Oppenheim sprach von "ordentlichen US-Absatzzahlen" bei Daimler-Chrysler. Vor allem die Daten der US-Tochter Chrysler seien positiv ausgefallen. Er erklärte die schwachen Daten bei BMW mit einem Modellwechsel der 3er-Reihe. Die negative Entwicklung bei VW spiegele die "glanzlose Modellpalette wider".

Volkswagen setzte im März die Talfahrt der vergangenen Monate fort. Der Absatz brach im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent auf 16 738 Fahrzeuge ein. Ein Rekordquartal bei der Marke Mini bewahrte BMW vor einem noch stärkeren Absatzeinbruch. Insgesamt rutschten die Auslieferungen der Gruppe um fünf Prozent auf 24 276 Fahrzeuge. Dank des deutlichen Absatzschubs bei seiner US-Tochter Chrysler kletterte der US-Absatz von Daimler-Chrysler um sieben Prozent auf 231 140 PKW.

Aktienhändler in Frankfurt machten einen weiteren Grund für die Kursschwäche der Autowerte aus. So setzte der US-Ölpreis am Montag seine Rekordjagd fort. Am Morgen übertraf der US-Rohölpreis mit 57,79 Dollar seine erst am vergangenen Freitag erreichte alte Rekordmarke von 57,70 Dollar je Barrel (159 Liter) leicht. Ein Barrel leichtes US-Rohöl der Sorte WTI kostete gegen 7.10 Uhr im elektronischen Handel in Asien 57,61 Dollar und damit 34 Cent mehr als bei Handelsschluss am Freitag. Seit vergangenem Montag ist der Ölpreis damit um über vier Dollar gestiegen.

Bei Daimler-Chrysler lasteten laut Händlern zudem negative Analystenkommentare. So erneuerte Merrill Lynch nach der Restrukturierungsankündigung für die Marke smart die Verkaufsempfehlung "Sell" für die Aktie. Angesichts von 1,2 Mrd. Euro Aufwendungen zur Sanierung der Marke smart werde die Schätzung für den Gewinn je Aktie um 30 Prozent auf 1,71 Euro reduziert, hieß es in der Studie. JP Morgan senkte die Prognose für den operativen Gewinn von Daimler-Chrysler im laufenden Jahr.

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