Autozulieferer
Delphi muss bei Börsenplänen Abstriche machen

Der Autozulieferer Delphi kann bei seinem Börsengang wohl doch nicht so viel erlösen wie erwartet. Im Frühjahr war noch von einer Summe zwischen einer und eineinhalb Milliarden Dollar die Rede.
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BangaloreDer US-Autozulieferer Delphi macht bei seinen Börsenplänen Abstriche. Das erst vor knapp zwei Jahren der Insolvenz entronnene Unternehmen erwartet einen Erlös von rund 550 Millionen Dollar aus dem Börsengang in New York - weit weniger als im Frühjahr erhofft. Damals war in Unternehmenskreisen noch von einer bis eineinhalb Milliarden Dollar die Rede gewesen. Insgesamt wird die frühere GM -Tochter damit mit 7,55 Milliarden Dollar bewertet. Der Mitteilung an die Börsenaufsicht zufolge bietet Delphi bis zu 24,1 Millionen Aktien zu je 22 bis 24 Dollar an. Die Werbetour bei Investoren soll laut Insidern noch in dieser Woche beginnen.

Die Voraussetzungen für Börsengänge sind angesichts der starken Schwankungen an den Märkten derzeit ungünstig. In Europa haben die meisten Unternehmen ihre IPOs auf das nächste Jahr verschoben.

Organisiert wird der Delphi-Börsengang federführend von den Investmentbanken Goldman Sachs und JPMorgan, insgesamt sind 18 Banken mit von der Partie. Eine Kapitalspritze für den Rivalen von Bosch und Continental selbst ist - anders als zunächst vorgesehen - nicht Teil der Börsenpläne. Größter Nutznießer ist der Hedgefonds Paulson & Co, der allein 20,6 Millionen Aktien auf den Markt wirft.

Delphi war 1999 von GM abgespalten worden und hatte 2005 unter anderem wegen hoher Altlasten Gläubigerschutz beantragt. Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens waren neben GM die Hedgefonds Silver Point und Elliott Management eingestiegen. Der Autobauer GM, selbst gerade nach einer Insolvenz an die Börse zurückgekehrt, war im Frühjahr wieder ausgestiegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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