Autozulieferer
Hella mit ungewöhnlichem Börsengang

Der westfälische Autozulieferer Hella plant den wohl letzten deutschen Börsengang des Jahres – und der größte Teil seiner Aktien schon vor der offiziellen Ankündigung bei Investoren untergebracht.
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FrankfurtDer voraussichtlich letzte Börsengang in diesem Jahr in Deutschland ist auch der ungewöhnlichste: Der westfälische Autozulieferer Hella hat eine sichere Variante gewählt und den größten Teil seiner Aktien schon vor der offiziellen Ankündigung bei Investoren untergebracht, zu je 25 Euro. "Hella hat das bewusst so gemacht. Das Unternehmen wollte unbedingt jetzt an die Börse gehen", sagte ein Beteiligter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Anders hätte das in diesem Umfeld womöglich gar nicht geklappt.“ Einen ähnlichen Weg hatte zuletzt der Chemiekonzern Evonik für seinen Börsengang gewählt. Zahlreiche Neuemissionen waren in Europa zuletzt abgesagt oder verschoben worden, erst vor kurzem fassten einige Kandidaten wieder Mut.

Die letzten bis zu 5,75 Millionen Aktien platzierte die Firma aus Lippstadt in der Nacht zum Freitag zu je 26,50 Euro, in der Mitte der Preisspanne. „Die positive Resonanz zeigt, dass wir Hella gut ausgerichtet haben und börsenreif sind“, erklärten der Sprecher der Familiengesellschafter, Jürgen Behrend, und Geschäftsführer Rolf Breidenbach. "Auf dieser Basis können wir unseren Wachstumskurs als börsennotiertes Familienunternehmen mit zusätzlichen Möglichkeiten weiter vorantreiben." Am Dienstag (11. November) feiert die Hella KGaA Hueck & Co in Frankfurt ihr Börsendebüt.

Insgesamt 15 Prozent am Unternehmen liegen künftig in den Händen einer dreistelligen Zahl neuer Aktionäre. Hella selbst flossen mit dem Aktienverkauf 278 Millionen Euro zu, bis zu 152 Millionen Euro gehen an diejenigen der mehr als 60 Familiengesellschafter, die einen Teil ihrer Aktien verkauften. Sie können von Mai 2015 an weitere bis zu 25 Prozent abstoßen. Um wie geplant in den Nebenwerteindex MDax aufzusteigen, müsste Hella seinen Streubesitz auf rund 30 Prozent erhöhen. 60 Prozent der Anteile sollen bis 2024 in Familienbesitz bleiben.

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Börsengänge brachten nicht das erhoffte Geld

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