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AWD brechen nach Zahlen ein - Analysten meist enttäuscht

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Die Aktie des Finanzdienstleisters AWD ist am Donnerstag nach der Vorlage von Zahlen eingebrochen. Die Titel büßten bis 13.55 Uhr 17,66 Prozent auf 26,20 Euro ein. Das Tagestief lag bei 25,60 Euro - so tief hatte der Titel vor rund einem Jahr notiert.

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Die Aktie des Finanzdienstleisters AWD ist am Donnerstag nach der Vorlage von Zahlen eingebrochen. Die Titel büßten bis 13.55 Uhr 17,66 Prozent auf 26,20 Euro ein. Das Tagestief lag bei 25,60 Euro - so tief hatte der Titel vor rund einem Jahr notiert. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 1,88 Prozent auf 6 955,04 Punkte.

Einige Analysten reagierten mit Abstufungen auf die Daten zum dritten Quartal, dagegen sahen die Experten der Deutschen Bank nach dem Kurseinbruch eine "attraktive Kaufgelegenheit" und empfahlen den Titel zum Kauf.

Die Analysten der WestLB senkten den AWD-Titel nach einer Telefonkonferenz zur Zahlenvorlage von "Outperform" auf "Neutral" herab und reduzierten das Kursziel von 41 auf 30 Euro. Das Unternehmen werde voraussichtlich nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2006 in den zweistelligen Wachstumsbereich zurückkehren.

HVB-Analyst Lucio Di Geronimo stufte die Aktie von "Outperform" auf "Neutral" ab. Zugleich kürzte er das Kursziel von 38 auf 30 Euro. Das Sentiment für die AWD-Aktie sei nach der heutigen Mitteilung des Unternehmens tief beschädigt.

Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte das Papier mit "Marketperformer". Der Rückgang beim Umsatz komme nach dem verhaltenen zweiten Quartal und den Rahmenbedingungen im deutschen Lebensversicherungsmarkt nicht überraschend.

Ein Marktteilnehmer am Morgen sagte mit Blick auf die zahlen: "Es war klar, dass das dritte Quartal hart wird, aber das niedrige Ergebnis kommt doch als eine negative Überraschung", sagte . Einige Händler sprachen von einer Gewinn- und Umsatzwarnung. Der Markt habe nach wie vor auf ein Umsatzplus in 2005 oder zumindest auf ein Erreichen des Vorjahresniveaus gehofft.

Dagegen sahen die Experten der Deutschen Bank nach dem Kurseinbruch bei AWD eine "attraktive Kaufgelegenheit". Sie hoben den Titel auf "Buy" mit einem unveränderten Kursziel von 33 Euro. Das schwache Geschäft im dritten Quartal sei eher ein Marktproblem und weniger ein strukturelles Problem von AWD. Schließlich habe die gesamte Branche im ersten Halbjahr unter Druck gestanden. Schon für das zweite Halbjahr dürften die Zahlen "viel besser" ausfallen. Das Geschäftsmodell von AWD bleibe mittelfristig attraktiv.

Der Finanzdienstleister wird nach einem schwächer als erwartet verlaufenen Geschäft im dritten Quartal im Gesamtjahr weniger verdienen. Eine zurückhaltende Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten in Deutschland habe zu einem starken Einbruch der Geschäftsentwicklung geführt. Im laufenden Geschäftsjahr will AWD mindestens 600 Mill. Euro Umsatz ausweisen. In diese Berechnung sei der Erwerb des britischen Finanzdienstleisters Chase de Vere bereits eingeflossen, sagte Vorstandschef Carsten Maschmeyer am Donnerstagmittag auf einer Telefonkonferenz.

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