Axa Rosenberg und F&C investieren mehr als die Hälfte des Fondsvermögens auf dem fünften Kontinent
Pazifik-Fonds profitieren von hohem Australien-Anteil

Mit einer Fläche von fast 180 Millionen Quadratkilometern nimmt der Pazifische Ozean mehr als ein Drittel der gesamten Erdoberfläche ein, seine Wellen umspülen drei Kontinente. Dementsprechend breit gefächert ist häufig das Anlageuniversum, das mit dem Etikett „Pacific“ versehene Aktienfonds abdecken.

HB HAMBURG. Im Extremfall enthalten sie neben asiatischen und australischen auch kalifornische Papiere, wobei insbesondere Japan und Australien – sofern Aktien aus diesen Regionen nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind – einen breiten Raum einnehmen.

Vor diesem Hintergrund kann es kaum verwundern, dass die erzielten Ergebnisse der einzelnen Produkte dieser Kategorie selbst dann stark voneinander abweichen, wenn die Tokioter Börse wie im Vergleichsindex MSCI-Pacific-ex-Japan außen vor bleibt. Fonds, die sich wie der Axa Rosenberg Pacific ex Japan oder der F&C Pacific Equity vergleichsweise eng an dieser zu rund 65 Prozent aus australischen Aktien bestehenden Messlatte orientieren, glänzen im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich dieser Kategorie mit einem zweistelligen Wertzuwachs. Ausschließlich in Südostasien investierende Fonds wie der Nordea Far Eastern Value oder der Julius Bär Asia Stock mussten dagegen auf den von australischen Bank- und Rohstoffwerten gespendeten Rückenwind verzichten und rutschten leicht ins Minus.

Der Vorteil, in Australien präsent zu sein, schmälert aber nicht die Leistungen der Spitzenreiter. Sowohl der Axa-Rosenberg- als auch der F&C-Fonds ließen den Vergleichsindex weit hinter sich. Dabei gelang dies den Managern der an der Londoner Börse notierten F&C-Gruppe vornehmlich durch individuelles Stockpicking, während Axa Rosenberg mit Hilfe eines Computerprogramms systematisch den Erfolg sucht. Die 1985 von dem Mathematik-Professor Barr Rosenberg gegründete Gesellschaft analysiert im kalifornischen Orinda 800 Unternehmen aus der Region anhand verschiedener Kennzahlen und versucht dabei jene zu identifizieren, die ein attraktives Gewinnwachstum versprechen und im Vergleich zu direkten Konkurrenten günstig bewertet sind.

Zu den größten Positionen des aktuell knapp 130 Werte umfassenden Portfolios gehören unter anderem die National Australian Bank, die Commonwealth Bank of Australia und der weltgrößte Bergbau-Konzern BHP Billiton – drei Titel, die auch in den Top Ten des F&C Pacific Equity vertreten sind.

„Ein Anleger, der sein Portfolio mit einem Südostasien-Investment diversifizieren möchte, sollte dazu nicht unbedingt einen Fonds wählen, der zu mehr als der Hälfte in Australien investiert“, sagt Peter Ludewig trotz der guten Leistungen dieser Produkte. Der Vorstand des F&V Fondscenter in Berlin gibt zu bedenken, dass die Sektoren Banken und Rohstoffe bereits in vielen globalen Aktienfonds ausreichend abgedeckt sind. In der Vermögensverwaltung bevorzugt Ludewig deshalb Angebote wie den Carlson Asia Small Cap oder auch den Nordea Far Eastern Value – auch wenn diese in den aktuellen Ranglisten eher hinten stehen: „Das ist eine Momentaufnahme, die sich sehr schnell wieder ändern kann“, sagt Ludewig.

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