Bahntechnikkonzern
Verkaufsgerüchte sorgen für Kursplus bei Vossloh

Nach dem Machtkampf um den Aufsichtsrat haben Spekulationen um den Verkauf des Lok-Geschäftes von Vossloh für ein Kursplus an der Börse gesorgt. Die Vossloh-Aktie gehört damit zu den größten Gewinnern im SDax.
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DüsseldorfDer Bahntechnikkonzern Vossloh kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Machtkampf um den Aufsichtsratsvorsitz haben Spekulationen um den Verkauf des konjunkturanfälligen Lok-Geschäftes neue Nahrung erhalten. Das sorgte an der Börse für ein Kursplus. Die Aktie legte um über zwei Prozent auf 79,20 Euro zu und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Kleinwerteindex SDax.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, Vossloh lote mit der Schweizer Bank UBS einen Verkauf des Lok-Geschäftes aus. Kaufinteressenten könnten möglicherweise in China gefunden werden. Vossloh lehnte eine Stellungnahme ab.

Vorstandschef Werner Andree hatte allerdings bereits vor Jahren gegenüber Reuters gesagt, „ohne Hast“ einen Partner für das volatile Lok-Geschäft zu suchen. Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche erklärte er zudem, alle Aktivitäten des Konzerns würden immer wieder auf den Prüfstand gestellt.

Der in der Vossloh Transportation Systems zusammengefasste Geschäftsbereich setzte im vergangenen Jahr 451,1 Millionen Euro um. Das Geschäft unterliegt aber starken Schwankungen. Es ist von den Aufträgen von Staatsbahnen und Leasinggesellschaften abhängig und erreicht oft nicht die Margen der übrigen Sparten.

In dieser Woche gab es bei Vossloh einen Paukenschlag: Der Großaktionär Heinz Herrmann Thiele hatte sich im Machtkampf um den Aufsichtsratsvorsitz durchgesetzt. Der Milliardär und Inhaber des Bremsen-Herstellers Knorr-Bremse, gegen den die Vossloh-Gründer-Familie erbittert Front macht, war im Frühjahr 2011 bei Vossloh eingestiegen und hält inzwischen über 25 Prozent. Über seine Ziele, die er mit seinem Engagement verfolgt, lässt er Anleger und Gründerfamilie im Unklaren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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