Banken sehen keine Auswirkung auf IPO–Konjunktur – Zeichnungsfrist für Premiere soll schon Ende Februar beginnen
Paion senkt Preisspanne für Börsengang

Der erste Börsengang (IPO) des laufenden Jahres kann nur mit viel Mühe bei den Anlegern platziert werden. Für die fünf Millionen Aktien der Aachener Paion AG wird die Preisspanne von ursprünglich elf auf acht bis 14 Euro gesenkt. Das gab das Biotech-Unternehmen gestern Nachmittag bekannt.

pk/rob/scc FRANKFURT/M. Zudem werden die Bücher, die gestern um 13 Uhr geschlossen werden sollten, noch bis Mittwochmittag offen gehalten. Die Erstnotiz der Aktie verschob Paion von Donnerstag auf Freitag. Zur Begründung hieß es, man wolle Sicherheit für die Emission und den späteren Sekundärhandel haben. Bei elf Euro sei das Buch fast gedeckt gewesen.

Nach Informationen des Handelsblatts zeigten vor allem Fondsgesellschaften aus Großbritannien und zu einem geringen Teil aus den USA und der Schweiz Interesse an der Aktie. Deutsche Fondsgesellschaften sollen indes kein Interesse gezeigt haben. „Hie und da wurde sogar negative Stimmung gegenüber der Emission verbreitet“, hieß es aus Kreisen der Konsortialbanken.

Die im Jahr 2000 gegründete Paion AG entwickelt Arzneimittel zur Behandlung des so genannten ischämischen Schlaganfalls, wodurch eines der Gehirnblutgefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft wird, und anderer thrombotischer Erkrankungen. Für das Hauptprodukt Desmoteplase liegt eine abgeschlossene Phase-II-Studie in Europa, den USA, Singapur und Australien vor. Der Zulassungsantrag für die USA ist für 2007 geplant. Das Unternehmen selbst will nach Berechnungen von Konsortialmitglied Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im Jahr 2008 auf Quartalsbasis und 2009 für das Gesamtjahr schwarze Zahlen schreiben.

Trotz des insgesamt schwierigen Starts ins Börsenjahr sehen Investmentbanker keinen Schaden für die bislang optimistische Grundstimmung gegenüber Börsenkandidaten. „Paion ist nicht repräsentativ“, hieß es aus der Investmentabteilung einer großen deutschen Bank. Das liege weniger am geringen Emissionsvolumen von maximal 80 Mill. Euro, sondern eher am speziellen Geschäftsmodell als Biotech-Unternehmen, das darauf setzt, irgendwann in einigen Jahren einen so genannten Blockbuster entwickelt zu haben. Gerade in dieser Branche ist die Zahl potenzieller Interessenten jedoch begrenzt.

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