Baumaschinenhersteller
Wacker will 2006 an die Börse

Der Baumaschinenhersteller Wacker Construction Equipment will noch in diesem Jahr an die Börse.

HB MÜNCHEN. „Der Börsengang soll 2006 stattfinden, wenn das Marktumfeld es zulässt“, sagte Unternehmenschef Georg Sick am Montag. Einer der Gründe für den Börsengang sei der Ausstieg des Finanzinvestors Lindsay Goldberg Bessemer, der Ende 2003 mit 30 Prozent bei Wacker Construction eingestiegen war. Der Rest ist in Besitz der Familie Wacker. „Soweit wir wissen, will die Familie über den Börsengang nichts abgeben und die Mehrheit behalten“, sagte Sick.

Zum genaueren Zeitpunkt des geplanten Börsengangs wollte sich Sick nicht äußern, sieht sein Unternehmen aber bereit für den Gang aufs Parkett. „Wir sind gut gerüstet. Wir wollen aber keine Hektik verbreiten.“ Finanzkreisen zufolge könnte der Börsengang noch im Sommer erfolgen und mit einem dreistelligen Emissionsvolumen zu einem der größten Börsengänge in diesem Jahr werden. Geplant ist eine Notierung im Prime Standard der Frankfurter Börse, dem am stärksten regulierten Börsensegment.

Das Bankenkonsortium führen UBS und Deutsche Bank an. Zudem sind Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) und Sal. Oppenheim mit von der Partie.

Wacker Construction will mit dem Geld sein weiteres Wachstum finanzieren. Zukäufe schloss Sick nicht aus. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen den Hersteller von Radladern für die Landwirtschaft, Weidemann, übernommen. In diesem Jahr kam der Heizgeräte-Hersteller für die Bauwirtschaft Ground Heaters dazu.

Die international agierende Wacker Construction mit Sitz in München, die mit dem im April an die Börse gegangenen Chemiekonzern Wacker Chemie nur den Namen und den Sitz teilt, stellt Baugeräte und -maschinen her, die am Bau, im Garten- und Landschaftsbau und in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Im vergangenen Jahr steigerte Wacker Construction seinen Umsatz um 22,4 Prozent auf 503 Millionen Euro. Im operativen Geschäft legte das Ergebnis um gut 16 Prozent auf 70 Millionen Euro zu, der Jahresüberschuss stieg um 21,8 Prozent auf 31,3 Millionen Euro. In diesem Jahr will Wacker Construction weiter wachsen. „Wir sind gut aufgestellt beim Umsatz prozentual zweistellig und beim Ergebnis profitabel zu wachsen“, sagte Sick.

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