BDI, Verbio und Crop Sciences
Biosprit-Firmen drängen an die Börse

jkn FRANKFURT. Gleich drei Firmen aus der Biosprit-Branche planen in den kommenden Tagen und Wochen ihr Debüt an der Frankfurter Börse. Am weitesten ist die österreichische BDI Biodiesel, ein Hersteller von Anlagen zur Erzeugung von Biodiesel. Die Zeichnungsfrist läuft vom 15. bis zum 22. September, die Erstnotiz im Prime Standard ist für den 25. September geplant. Die Aktien sollen zwischen 53 und 62 Euro kosten. Damit wird der Börsengang ein Volumen von bis zu 89 Mill. Euro haben.

BDI-Chef Wilhelm Hammer will das Geld für die Expansion im Ausland nutzen. Im ersten Halbjahr setzte das Unternehmen knapp 40 Mill. Euro um und erreichte eine operative Gewinnmarge von zehn Prozent. Als nächstes wird die Südzucker-Tochter Crop Energies den Gang auf das Parkett wagen. Der Börsengang soll Bruttoerlöse von mindestens 200 Millionen Euro für die Finanzierung des weiteren Wachstums einbringen, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Preisspanne für die Aktien soll frühestens am 24. September festgelegt werden. Südzucker will auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionärin bleiben. CropEnergies mit Sitz in Mannheim betreibt in Zeitz in Sachsen-Anhalt Europas größte Bioethanol-Anlage.

Dritter im Bunde ist Verbio, ein Hersteller von Biodiesel und Bioethanol und gemessen an der Produktionskapazität die Nummer eins in Deutschland. Verbio-Gründer und -Vorstandschef Claus Sauter peilt als Termin für das Debüt den Oktober an. Der Börsengang soll fast ausschließlich über eine Kapitalerhöhung erfolgen. Die Eigner – Sauter und sein Vorstandskollege Georg Pollert – wollen nur sehr wenige Aktien abgeben.

Verbio will mit dem noch nicht genannten Emissionserlös die Expansion im Ausland vorantreiben. Vor allem in Osteuropa sieht Sauter Chancen. Die derzeitige Kapazität von 300 000 Tonnen Bioethanol und 400 000 Tonnen Biodiesel jährlich soll in den nächsten Jahren verdoppelt werden. Verbio setzte im ersten Halbjahr 205 Mill. Euro um und erreichte eine operative Ergebnismarge (Ebit) von 14 Prozent.

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