Befestigungs-Spezialist : Norma Group geht an die Börse

Befestigungs-Spezialist
Norma Group geht an die Börse

Am 8. April werden die Aktien des hessischen Industrieausrüsters Norma Group erstmals gehandelt. Das könnte der größte Börsengang seit gut einem Jahr werden. Der Konzern will sich mit dem Erlös sanieren.
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Frankfurt

Trotz der jüngsten Kursturbulenzen an den Aktienmärkten nach dem Erdbeben in Japan setzt der Industrieausrüster Norma Group seine Börsenpläne in die Tat um. Gestern begann die Zeichnungsfrist für die 19,8 Millionen Anteilsscheine mit einer Preisspanne von 19 bis 24 Euro. "Wir als Unternehmen sind durch die Katastrophe in Japan kaum betroffen", sagte Vorstandschef Werner Deggim. "Auf den Aktienkurs könnte es natürlich Auswirkungen haben. Aber letzten Endes müssen die Investoren immer entscheiden, worin sie investieren."

Am 8. April sollen die Aktien erstmals im Prime Standard, dem regulierten Markt der Frankfurter Börse, notiert werden. Sollten alle Papiere verkauft werden, würden dann bis zu 60 Prozent des Unternehmens an der Börse gehandelt. Beim Weg an den Kapitalmarkt wird Norma von der Commerzbank, der Deutschen Bank und Goldman Sachs begleitet. Insgesamt sollen Aktien im Wert von bis zu 430 Millionen Euro an Investoren verkauft werden. Damit könnte es der größte Börsengang seit rund einem Jahr werden. Damals brachte der Chemikalienhändler Brenntag, der inzwischen im MDax notiert ist, Anteilsscheine im Wert von 748 Millionen Euro unter die Anleger.

Bei Norma fließt mit 280 Millionen Euro ein Großteil der Einnahmen durch den Börsengang an die Altaktionäre - darunter der Finanzinvestor 3i, der das Unternehmen 2005 übernommen hatte. Weitere Eigentümer sind aktuelle und frühere Manager des Unternehmens. Das Kapital von Norma wird um 150 Millionen Euro erhöht. "Dieser Erlös soll dazu genutzt werden, unsere Schulden zu reduzieren", sagte Finanzvorstand Othmar Belker. Ende 2010 betrug der Schuldenberg rund 344 Millionen Euro.

Das Unternehmen stellt Befestigungs- und Verbindungselemente für Fahrzeuge und Maschinen her. In dem Nischensegment sind die Hessen Marktführer. Im vergangenen Jahr machte Norma 490 Millionen Euro Umsatz nach 330 Millionen im Jahr zuvor. Der Nettogewinn lag bei 30 Millionen Euro nach einem Minus von 18 Millionen Euro im Jahr zuvor.

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