Begehrte Aktien
Investoren wetten auf spanische Banken

Die Aktien spanischer Banken sind gerade heißbegehrt. Im neuen Jahr sind die Kurse steil gestiegen. Doch es gibt auch Investoren, die den Hype nicht mitmachen - und vor großen Risiken warnen.
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MadridInvestoren setzen zunehmend auf eine Gesundung des spanischen Bankensektors. Das zeigen die jüngsten Kursgewinne der Bankaktien des Landes.

Die Anleger fassen Vertrauen in spanische Kreditinstitute, die wieder Anleihen an den Markt bringen und steigende Einlagen verzeichnen. Zudem befinden sich die Fremdkapitalkosten nahe des tiefsten Stands seit einem Jahr. Der spanische Benchmarkindex, der Ibex 35, ist in diesem Jahr um sechs Prozent gestiegen und weist die zweitbeste Entwicklung unter den größeren europäischen Aktienmärkten auf, angeführt von einem Plus von 41 Prozent bei Bankinter und einem Kursgewinn von 27 Prozent bei Banco Popular.

„Eine Reihe von Dingen sind in den vergangenen Monaten geschehen, die zwar nicht die Probleme Spaniens gelöst, aber das allgemeine Bild aufgehellt haben”, sagt Simon Maughan, Stratege bei Olivetree Securities in London. „All die Negativfaktoren sind noch da, aber wir kennen sie bereits, während andere Teile des Puzzles nun klar werden.”

Investoren sind jedoch geteilter Meinung im Hinblick auf die Banken. Während einige Anzeichen für eine Erholung des von Immobilienverlusten geplagten Finanzsystems sehen, rechnen andere mit weiteren Problemen.

Die Rezession des Landes hat die Arbeitslosenquote auf 26,6 Prozent getrieben und die Zahlungsausfälle sind auf 11,2 Prozent vom gesamten Kreditvolumen geklettert - ein Rekordhoch, führen die pessimistischen Investoren an.

„Die Probleme haben sich nicht mit einem Zauberspruch aufgelöst”, erläutert Edward Thomas, Fondsmanager bei Quantum Global Wealth Management in Zug in der Schweiz. „Spanien ist bankrott. Sie haben eine Wirtschaft, die nicht zahlungsfähig ist und die Banken stehen immer noch vor unbekannten Verlusten.”

Für Maughan signalisiert die sich abzeichnende Verbesserung bei den Finanzierungsbedingungen eine Erholung des Bankensystems, das mit Ausleihungen von etwa 313,1 Milliarden Euro im Dezember nach 340 Milliarden Euro im November immer noch von der Europäischen Zentralbank abhängig ist.

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„Die Gesamtsituation ist sehr viel besser”

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  • Aktien und Immobilien leben nunmal vom Risiko. Doch dem spanischen Aktienmarkt steht ein großer Boom bevor. Ein inteerssanter Artikel verspricht mehr davon: http://immobilien.pr-gateway.de/spanische-banken-schreiten-zum-massiven-verkauf-von-immobilien/

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