Bei Einzelwerten unter anderem Autotitel bevorzugt
Luft für den Dax wird dünner

Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt ist derzeit nicht zu stoppen. Technische Analysten sehen den Dax weiter im Aufwind, allerdings verweisen einige auf zunehmend dünner werdende Luft.

vwd FRANKFURT. Die Konsolidierung bleibe aus, obwohl der Markt eigentlich überkauft sei, konstatiert Heinz Stork, technischer Analyst der Nols AG. Doch mit dem Überwinden des bisherigen Jahreshochs bei 3 430 Punkten sei ein neues Kaufsignal generiert worden, sollte der Leitindex über dieser Marke am Dienstag aus dem Handel gehen. Der Dax habe sein „Basislager“ auf deutlich höherem Niveau aufgeschlagen, meint auch Hans-Peter Reichhuber von der Bayerischen Landesbank.

Es seien allerdings negative Divergenzen bei den Indikatoren auszumachen, weil diese das Hoch bei 3 430 Zählern nicht bestätigt hätten, gibt Stork zu bedenken. Aber diese hinderten den Dax offensichtlich nicht an weiteren Kurszuwächsen. Nach einem Handelsschluss über 3 430 Zählern ist Stork zufolge der Weg frei bis 3 467 Punkte, dem Hoch von Anfang Dezember 2002. Der nächste Widerstand sei dann bei 3 760 Stellen auszumachen.

Mit dem dynamischen Ausbruch des Dax am Montag hat der Index Marcel Mußler zufolge den Topbildungsansatz mit den beiden Schulter-Kopf-Schulter-Formationen „nach oben gesprengt“. Die neue charttechnische Heimat liege nun in den Grenzen von 3 300 bis 3 492 Stellen. Der Analyst gibt aber zu bedenken, dass der Dow Jones nach der schwachen Entwicklung am Montag ein Hindernis für den Dax sein könnte. Sollte der Dow Jones am Dienstag unter 9 245/261 Stellen hängen bleiben, drohe auch dem Dax ein Kleben an dem bisherigen Jahreshoch bei 3 430 Zählern.

Die technischen Analysten der Bayerischen Landesbank sehen den deutschen Aktienmarkt nun in Höhenlagen, wo die Luft dünner werden könnte. Zwar habe der Dax nun ein höher liegendes „Basislager“, aber über 3 400 Punkte könne es angesichts der neutralen Vorgaben der Wall Street und des neutralen, nur leicht positiven Indikatorbildes, schwerer werden, so Hans-Peter Reichhuber. Es sei die Frage, ob der Index nun so schnell bis zu den nächsten Hürden bei 3 455 und 3 480 Punkten vorstoßen kann. Eventuell müsse der Dax erstmal weitere Kräfte sammeln.

Bei den Einzelwerten werden unter anderem die Autowerte bevorzugt. Daimler-Chrysler ist Reichhuber zufolge zwar in den oberen Bereich der alten Bodenformation zurückgefallen, befindet sich aber wieder auf Erholungskurs. Solange die Titel nicht unter den Unterstützungsbereich bei 31,20/29,60 Euro abrutschten, bleibe das Chartbild positiv. Auch VW sei positiv zu sehen. Die steigenden Glättungslinien zeigten, dass der Trend grundsätzlich aufwärts gerichtet sei. Zunächst blieben die Titel aber zwischen 34,00 und 38,40 Euro gefangen. Breche VW nach oben aus, könne man die 42,00 Euro anpeilen, so Reichhuber weiter.

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