Beiersdorf, L’Oréal und Henkel bieten gute Perspektiven – Analysten sind zuversichtlich
Konsumgütertitel zeigen sich robust

Konsumgüteraktien gelten als unspektakulär. Selten treiben Übernahmespekulationen wie im vergangenen Jahr bei Procter & Gamble, Wella, Henkel und Beiersdorf die Kurse in die Höhe; meist bestimmen die Quartalszahlen das Bild. Und das ist derzeit die gute Nachricht für Anleger.

FRANKFURT/M. Denn das Geschäft bei L’Oréal, Beiersdorf und Henkel ist nach Meinung vieler Analysten gut angelaufen, und die Ausblicke sind recht vielversprechend aus. Daher seien die defensiven Titel in den nach wie vor unsicheren Börsenzeiten für die nicht so risikofreudigen Anleger ein vergleichsweise sicheres Investment, wie Analystin Silke Stegermann von der Landesbank Rheinland-Pfalz meint. „Solange die konjunkturelle Unsicherheit noch besteht, sind die Titel gut gemanagter Unternehmen aus der Konsumindustrie sehr interessant.“ Die Meinung teilen viele ihrer Kollegen: Kosmetik-Branchenführer L’Oréal wird aktuell von rund 45 Prozent der von Bloomberg befragten Analysten zum Kauf empfohlen, jeweils knapp 28 Prozent plädieren für „halten“ oder „verkaufen“.

Bei der Düsseldorfer Henkel KGaA plädiert die Hälfte der Analysten für einen Kauf. Die kürzlich getätigten Zukäufe in den USA – das Konsumgüterunternehmen Dial und der Haarpflegespezialist ADL verstärken das internationale Geschäft – und die Aussicht auf ein Wachstum der operativen Marge um 15 Prozent bestimmen hier das Bild.

Beiersdorf-Aktien empfehlen rund zwei Drittel der Analysten zu halten, für einen Kauf plädiert nur jeder achte. Mit Kursen von über 94 Euro liegt die Aktie des Hamburger Kosmetikunternehmens derzeit allerdings auch nahe beziehungsweise über dem Kursziel vieler Analysten. Das gibt Morgan Stanley beispielsweise mit 92 Euro an, die Landesbank Rheinland-Pfalz hält bei einem Wert von 95 Euro das Kurspotenzial der Aktie für begrenzt.

Der Unilever-Konzern, der neben Nahrungsmitteln auch einen Großteil des Geschäftes mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Körperpflegeprodukten macht, wird aktuell von rund 40 Prozent der Analysten zum Kauf empfohlen. Der britisch-niederländische Konzern hatte mit seinen Quartalszahlen im Mai unter den Markterwartungen gelegen. Insbesondere das schwächere Wachstum der Topmarken sowie die Umsatzeinbrüche bei der Diätlinie Slim-Fast schlugen zu Buche. Für die Analysten von Morgen Stanley bleibt es daher fraglich, ob Unilever in absehbarer Zeit ein zweistelliges Gewinnwachstum erreicht.

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