Berichtssaison läuft enttäuschend
Chipwerte leiden unter fallenden Preisen

Für die Chipindustrie verläuft die Berichtssaison bisher enttäuschend. In den vergangenen Tagen haben Europas größter Hersteller von Maschinen für die Chipindustrie, die niederländische ASML, der Branchenriese Samsung und der Schweizer Halbleiter-Hersteller Micronas schwache Zahlen vorgelegt.

HB DÜSSELDORF. Allein der weltgrößte Produzent von Handy-Chips, Texas Instruments, konnte zumindest teilweise überzeugen. Von den Analysten hagelte es daher Herabstufung. Sie sehen bei den Titeln zurzeit kaum Potenzial.

Bereits in den vergangenen vier Wochen haben die Papiere von ASML und Texas Instruments rund zehn Prozent verloren. Fast genauso hoch fielen die Verluste bei Micronas und Intel aus. Sogar der Anteilsschein des Münchener Chipherstellers Infineon, der erst am Dienstag Quartalszahlen vorlegen wird, rutschte zuletzt kräftig ins Minus.

Besonders stark waren die Kurs-einbrüche Ende vergangener Woche. Da zugleich einige Konjunkturdaten aus den USA die Erwartungen der Anleger verfehlten, sackte nicht nur die Technologiebörse Nasdaq um mehrere Prozent ab. Die US-Standardwerte fielen sogar auf den tiefsten Stand des laufenden Jahres. Und trotz der leichten Erholung am Dienstag wird sich an der Talfahrt der Chipaktien zunächst kaum etwas ändern, sagen Experten. „Ein ähnlich starkes Wachstum wie im vergangenen Jahr ist in den kommenden Monaten nicht zu erwarten“, sagt Michael Busse, Branchenanalyst bei Helaba Trust.

Besonders schwer haben es nach Meinung der Strategen die Zulieferer und die Anlagenbauer. „Solange die Auslastung bei den Chipherstellern nicht deutlich ansteigt, werden diese sich mit Investitionen zurückhalten“, sagt Pia Hellbach, Fondsmanagerin bei Union Investment.

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