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Bernanke ist kein Stabilitätspolitiker - Bremer Landesbank

Der voraussichtlich künftige Notenbankchef Ben Bernanke ist nach Einschätzung des Chefanalysten der Bremer Landesbank ein Interventionist und kein Stabiltätspolitiker.

dpa-afx BREMEN. Der voraussichtlich künftige Notenbankchef Ben Bernanke ist nach Einschätzung des Chefanalysten der Bremer Landesbank ein Interventionist und kein Stabiltätspolitiker. Es sei daher Skepsis gegenüber dem nominierten Nachfolger von US-Notenbankchef Alan Greenspan angebracht, sagte Folker Hellmeyer am Dienstag.

US-Präsident George W. Bush hatte die Entscheidung zugunsten seines obersten Wirtschaftsberaters Bernanke am Montagabend bekannt gegeben. Der 79-jährige Greenspan tritt im Januar nach 18 Jahren an der Spitze der Notenbank ab.

Kurzfristige Heilung DER Folgen

Als Notenbank-Gouverneur habe Bernanke im November 2002 in Erwägung gezogen, Renditegrenzen bei US-Staatsanleihen durch unlimitierte Käufe zu erreichen. "Das weist ihn als Verfechter politischer Preise aus, die weder etwas mit freien Märkten noch mit einer nachhaltigen Stabilitätspolitik zu tun haben", sagt Hellmeyer.

"Er hat zudem im Kampf gegen die Deflation eine massive Geldmengenausweitung in Betracht gezogen", sagt Hellmeyer. Es sei ihm nicht um die Bekämpfung der Ursachen gegangen, sondern um kurzfristige Heilung der Folgen mit Augenmerk auf die Finanzmärkte. Dies spricht laut Hellmeyer für eine interventionistische Politik. Stabilitätspolitik erfordere jedoch einen Nachhaltigkeitsansatz. Zudem habe Bernanke als Berater der Bush-Regierung eine Haushaltspolitik unterstützt, die mit Stabilitätspolitik nicht vereinbar sei.

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