Besonders Douglas ist vom Weihnachtsgeschäft abhängig
Rabatte trüben Kursaussichten

Einzelhandelskonzerne hoffen vergeblich auf einen Schub durch das Weihnachtsgeschäft.

DÜSSELDORF. DVD-Player für 55 statt für 199 Euro, Winterjacken zum halben Preis und das Paar Skier mit Bindung ab Samstag mit 30 Prozent Preisnachlass. Was führende Handelshäuser schon im Herbst ankündigten, ist für Deutschlands Einzelhandel zur bitteren Gewissheit geworden. Mitten im Weihnachtsgeschäft ist zwischen den Händlern ein erneuter Preiskampf ausgebrochen. Den Winterschlussverkauf, so scheint es, gibt’s diesmal schon vor dem Fest. Für die Branche, der das zurückliegende Jahr einen weiteren Umsatzeinbruch bescherte, ein Novum: Ausgiebige Rabatte in der Adventszeit galten unter Kaufleuten bislang als Tabu.

Nicht nur für das laufende Quartal verheißt dies wenig Gutes, auch die Jahresergebnisse der Handelskonzerne kann dies empfindlich schmälern. Denn viele von ihnen, darunter Karstadt-Quelle und Douglas, erwirtschaften ihren kompletten Jahresgewinn erst in den Monaten November und Dezember.

Die Lage ist äußerst gespannt. Nachdem der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) Ende November bereits einen verhaltenen Ausblick auf das aktuelle Weihnachtsgeschäft abgab, stufte Markus Bär von Commerzbank Securities die Aktie von Douglas vorsichtshalber von „kaufen“ auf „halten“ herab.

Der Hagener Fachhandels-Konzern ist mehr noch als die meisten seiner Wettbewerber vom Geschäft mit den Geschenken abhängig. Denn neben seinen Parfümerien betreibt Douglas mit Thalia die größte Buchhandelskette der Republik und ist mit dem Filialisten Hussel Marktführer im Süßwarengeschäft. Am Weihnachtsgeschäft hängt ebenso der Konzern-eigene Juwelier Christ, der den Hagenern schon in den vergangenen Monaten wenig Freude bereitete. Kaum ein Gegengewicht dazu dürften die beiden Douglas-Bekleidungsketten Pohland und Appelrath-Cüpper bieten: Angesichts des für die Jahreszeit zu warmen Novembers blieben die Läger deutscher Modehändler bislang reichlich gefüllt.

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