Bestseller-Verfilmung
Anleger erhören „Schoßgebete“ – Constantin legt deutlich zu

Nachdem die Kino-Fortsetzung von „Wickie“ zuletzt nicht ganz an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen konnte, soll es nun Erotik à la Charlotte Roche richten. Die Anleger quittieren es mit einem Kurssprung.
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DüsseldorfDie Titel der Constantin Medien AG sind am Montagmittag in der Spitze um bis zu 5,3 Prozent auf 1,45 Euro gestiegen. Am Morgen hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass sich Filmproduzent und Geschäftsführer der Constantin Film Produktion, Oliver Berben, die Filmrechte an dem viel diskutierten Roman „Schoßgebete“ gesichert hat. Die Anleger wollen scheinbar an einen Blockbuster glauben, waren doch „Schoßgebete“ und das Vorgänger-Buch „Feuchtgebiete“ auch dank des medialen Rummels an der Spitze der deutschen Bestsellerlisten zu finden.

Nur ob die verfilmten Ergüsse von Charlotte Roche dem Medienkonzern auch Millionen zahlender Kinogänger bescheren werden? Dem Unternehmen wäre es zu wünschen, wird es doch auch 2011 rote Zahlen schreiben. Die jüngsten Kinoproduktionen wie „Wickie 2“ und „Die Drei Musketiere“ konnten die Erwartungen bei den Zuschauerzahlen zuletzt nicht erfüllen.

Allerdings soll der Nettoverlust von 11,4 Millionen im Vorjahr auf sechs bis sieben Millionen Euro gesenkt werden. Für das Gesamtjahr geht Marcus Silbe, Analyst von Close Brothers Seydler, von einem Umsatz von mindestens 450 Millionen Euro aus, das Unternehmen rechnet mit 470 Millionen Euro bis 490 Millionen Euro. Für 2011 rechnet der Experte mit einem Verlust je Aktie von 0,02 Euro. 2012 soll es dann einen Gewinn je Aktie von 0,04 Euro geben.

Für die Aktie ging es seit dem Erreichen des Jahreshochs von 2,40 Euro im März stetig bergab. Auch im Vergleich zum Jahresanfang mussten die Anleger einen Verlust von 20 Euro-Cent je Aktie verkraften.

Martin Barwitzki
Martin Barwitzki
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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