Bewertung soll trotz schwacher Börsenlage über 36 Milliarden Dollar betragen
Google wird zum Test für Neuemissions-Markt

Der weltgrößte Internet-Suchdienst Google will bei seinem Börsengang bis zu 3,3 Milliarden US-Dollar einnehmen. Die Preisspanne liege bei 108 bis 135 Dollar je Aktie, gab das Unternehmen am Montag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC bekannt. Damit liegt sie am oberen Ende der Erwartungen.

PORTLAND/NEW YORK. Googles Börsendebüt wird die größte Aktienemission einer Internetfirma. Der Börsengang gilt als wichtigstes Ereignis des Jahres an der Wall Street. Den endgültigen Ausgabepreis legt Google nach einem öffentlichen Versteigerungsverfahren fest. Dabei können Anleger Kaufgebote im Internet abgeben und den Preis noch höher treiben. Manche Banker und Analysten fürchten, dass die enorme Nachfrage zu einem überhöhten Ausgabekurs führt.

„Die entscheidende Frage für Google ist nicht, was das Unternehmen wert ist, sondern, was Investoren zu zahlen bereit sind“, sagte gestern Analyst Kevin Calabrese vom New Yorker Geldhaus Argus Research. Mit einem Börsenwert von rund 36 Mrd. Dollar auf Basis des gestern genannten Preises wäre Google niedriger bewertet als der Rivale Yahoo. Der Internet-Portalbetreiber kostet an der Börse rund 40 Mrd. Dollar.

Im Gegensatz zum sonst üblichen Verfahren entscheiden diesmal die Anleger mit über den Ausgabekurs. Normalerweise verkaufen Unternehmen ihre Aktien mit Hilfe von Investmentbanken in großen Paketen an institutionelle Investoren. Das ungewöhnliche Auktionsverfahren hat das ohnehin große Interesse am Google-Börsengang noch einmal verstärkt.

Fondsmanager Ryan Jacob erwartet, dass die enorme Aktiennachfrage den Ausgabekurs in die Höhe treiben wird. „Der Ausgabepreis wird weit über der jetzt genannten Spanne liegen“, prophezeit Jacob, der in New York 80 Mill. Dollar in Internetaktien für Jacob Asset Management verwaltet. Rund neun Prozent der Google-Anteile werden bei dem Börsengang angeboten. Das entspricht insgesamt 24,6 Millionen Aktien.

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