Bilanzzahlen
Deutsche Bank weckt Skepsis bei Analysten

Kurz vor der Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten Bilanzzahlen der Deutschen Bank haben Investmentbanken ihre Kursziele für die Aktien gesenkt. Am Donnerstag geht es bei der Vorstellung der Zahlen um die Frage, ob die Deutsche Bank im vierten Quartal weitere Abschreibungen hinnehmen musste. Die Zweifel am Gewinnziel der Deutschen Bank wachsen.

hgn FRANKFURT. So setzte beispielsweise das US-Schwergewicht Citigroup den fairen Preis um zehn Euro auf 68 Euro herab. "Wir haben aktuell branchenweit eine vorsichtigere Einschätzung für das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren", hieß es in einer Studie. Genau dieses Segment mache jedoch einen großen Teil der Erträge der Deutschen Bank aus. In der Folge müssten die Ergebnisschätzungen für den Bereich womöglich weiter gesenkt werden.

Sowohl Citigroup als auch Société Générale empfehlen den Verkauf der Aktie. Die Franzosen senkten das Kursziel zudem von 78 auf 65 Euro, JP Morgan von 104 auf 90 Euro. Die Deutsche-Bank Aktie kostete gestern rund 76 Euro und gehörte damit zu den Verlierern im Dax. Am Donnerstag wird Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an seinem 60. Geburtstag das Zahlenwerk des größten inländischen Geldhauses präsentieren. Analysten erwarten trotz Krise im Schnitt einen Rekordgewinn von knapp 6,5 Mrd. Euro - rund eine halbe Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember wird allerdings mit einem Gewinneinbruch um 50 Prozent gerechnet.

Am Donnerstag geht es um die Frage, ob die Bank - anders als von Ackermann beteuert - im vierten Quartal weitere Abschreibungen hinnehmen musste. Die Analysten von Dresdner Kleinwort rechnen mit rund 500 Mill. Euro, nachdem es im dritten Quartal 2,2 Mrd. Euro waren. Zudem dürfte sich das Management auch zur Dividende äußern. 2006 waren vier Euro je Aktie ausgeschüttet worden.

Schließlich wachsen die Zweifel, dass die Deutsche Bank ihr vor der Finanzkrise gestecktes Ziel von 8,4 Mrd. Euro Vorsteuergewinn im laufenden Jahr erreichen wird. "Wir halten das für viel zu optimistisch", heißt es bei der Société Générale. Die Franzosen rechnen lediglich mit 6,4 Mrd. Euro, die Experten von Dresdner Kleinwort kommen auf 6,6 Mrd. Euro. Man gehe davon aus, dass das Ziel revidiert werde, heißt es dort.

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