Billigflieger
Wizz Air landet an der Börse

Der Billigflieger Wizz geht nun doch an die Börse. Im Sommer hatte die Airline den Gang aufs Parkett noch abgeblasen. Eine Verwendung für das frische Geld hat der Osteuropa-Spezialist auch schon gefunden.
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LondonDer Ryanair-Konkurrent Wizz Air geht an die Börse. Die Aktien des Billigfliegers seien von Mittwoch an gelistet, der freie Handel solle am 2. März beginnen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit.

Die Papiere gingen mit einem Angebotspreis von 11,50 Pfund (15,70 Euro) und damit am oberen Ende der Preisspanne in den beschränkten Handel der London Stock Exchange. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 601 Millionen Pfund.

Wizz Air hat sich vor allem auf Flüge von und nach Ost- und Zentraleuropa spezialisiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 (31. März) transportierte die Fluggesellschaft 13,9 Millionen Passagiere. In Zukunft soll die Zahl weiter ansteigen. Die Airline will dafür ihre Flotte weiter ausbauen. Bei Airbus haben die Ungarn bereits 57 neue A320 bestellt, die sie bis 2018 erhalten werden. Ab November ist auch die größere A321 im Einsatz, die 50 Sitzplätze mehr als die aktuelle A320 von Wizz Air haben wird.

Nun sucht Airline-Chef Jozsef Varadi nach einem großen, effizienten Flugzeug, dass die Flotte ergänzen könnte. Von einer Bestellung in der Größenordnung von rund 50 weiteren Maschinen ist die Rede. Ob es am Ende eine erneute Bestellung bei Airbus oder aber eine Order bei Boeing wird, ist noch nicht klar.

Die Flugzeuge des Budapester Unternehmens sind auf 350 Routen zu 106 verschiedenen Zielen unterwegs. In Deutschland fliegt Wizz Air Flughäfen wie Dortmund, Lübeck, Hahn, Nürnberg, Memmingen, Friedrichshafen und Köln/Bonn an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst

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