Biodieselhersteller
Petrotec strebt IPO im laufenden Quartal an

Der Biodieselproduzent Petrotec will trotz der derzeitigen Zurückhaltung der Anleger gegenüber Biospritherstellern noch in diesem Jahr an die Börse. In Finanzkreisen wird das Börsendebüt im Prime Standard für November erwartet.

HB FRANKFURT. Mit der Organisation der Aktienemission seien die Banken UBS, Sal. Oppenheim und die Bayerische Landesbank beauftragt worden, teilte Petrotec am Donnerstag mit. In Finanzkreisen wird das Börsendebüt im Prime Standard für November erwartet. „Das Emissionsvolumen wird im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich liegen“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Der Löwenanteil der Gelder aus dem Börsengang solle dem Unternehmen zu Gute kommen. Die Mehrheit der angebotenen Aktien stamme aus einer Kapitalerhöhung, hieß es.

Mit Petrotec strebt ein weiterer Hersteller von Biokraftstoffen an den Kapitalmarkt, um sich dort frisches Geld für den Ausbau der Produktionsanlagen zu besorgen. So soll die Produktionskapazität bis 2009 nach früheren Angaben von Petrotec-Chef Roger Böing auf rund 485 000 Tonnen Biodiesel von derzeit 85 000 Tonnen pro Jahr ausgebaut werden. Obwohl Experten der Branche angesichts der EU-Biotreibstoffrichtlinie zur Beimischung von Biosprit zu herkömmlichen fossilen Brennstoffen hohe Wachstumsraten voraussagen, warnen sie zugleich vor Überkapazitäten. Der Börsenkandidat Verbio musste jüngst seine Preisspanne senken, um die Nachfrage nach seinen Aktien anzukurbeln.

Die im niederrheinischen Borken ansässige Petrotec hat sich spezialisiert auf Biodiesel, das aus Altspeisefett und -öl gewonnen wird, die von Gaststätten und Fast-Food-Ketten bezogen werden. Im Gegensatz zur Erzeugung von Biosprit aus Rapsöl kann Altspeisefett dem Unternehmen zufolge günstiger eingekauft werden. Mit der Berliner Ecodasa strebt in diesem Jahr noch ein weiterer Hersteller von Biosprit aus technischen Pflanzenölen an den Kapitalmarkt.

Petrotec setzte im ersten Halbjahr 2006 rund 27 Mill. Euro um. Die Ebitda-Marge habe sich auf 22,5 Prozent belaufen, was einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von rund sechs Mill. Euro entspricht.

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