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BIP-Prognose für Eurozone wegen Ölpreis reduziert - Morgan Stanley

Aufgrund des hohen Rohölpreises hat die US-Investmentbank Morgan Stanley ihre Wachstumsprognose für die Eurozone 2005 reduziert. Es werde jetzt nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent erwartet statt wie bisher von 2,0, teilte Morgan Stanley am Donnerstag in London mit.

dpa-afx LONDON. Aufgrund des hohen Rohölpreises hat die US-Investmentbank Morgan Stanley ihre Wachstumsprognose für die Eurozone 2005 reduziert. Es werde jetzt nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent erwartet statt wie bisher von 2,0, teilte Morgan Stanley am Donnerstag in London mit. Für das Jahr 2004 werde weiterhin ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent erwartet.

Kurzfristig dürfte der Anstieg des Rohölpreises um 70 Prozent seit Jahresbeginn die Reallöhne und -gewinne gleichermaßen belasten. Er wirke hier wie eine zusätzliche Steuer, die den Rohölproduzenten zugute komme, heißt es in der Studie. Die Löhne dürften mit den steigenden Preisen nicht mithalten können, da die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer zurzeit sehr niedrig sei. Gleichzeitig hätten auch die Unternehmer ihre jüngst erworbene geringe Preissetzungsmacht wieder eingebüßt. Der Mini-Ölschock dürfte sich daher rasch negativ auf die Realeinkommen und die Binnennachfrage auswirken.

Morgan Stanley reduzierte daher die Prognose für das Wachstum des privaten Konsums 2005 von bisher 2,0 Prozent auf 1,7 Prozent. Die Investitionstätigkeit dürfte von 3,9 Prozent auf 2,9 Prozent sinken. Zudem werde die Abkühlung der Weltwirtschaft die wichtigste Konjunkturstütze, den Export, in der Eurozone belasten.

Der hohe Ölpreis könnte nach Einschätzung von Morgan Stanley sogar zu einer technischen Rezession zu Beginn des kommenden Jahres führen, da die Verunsicherung der Verbraucher sehr hoch sei. Unter einer technischen Rezession wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in zwei aufeinander folgenden Quartalen verstanden.

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